K
Guter Klang, makellose Verarbeitung, viel Qualität fürs Geld
Vorab: Hinter der Marke “Baton Rouge” steht die Expertise und Erfahrung des Tübinger Gunther Reinhardt, der die Marken “La Mancha” (Nylon) und “Baton Rouge” (Stahl, akustisch) und ihre Produktreihen entwickelt und erfolgreich etabliert hat. Nachdem ich mir im vergangenen Jahr eine La Mancha zu meinem größten Spielvergnügen zugelegt hatte, wollte ich jetzt wissen, ob sich die Firmenphilosophie “optimale Qualität und innovativer Instrumentenbau zu günstigen Preisen” auch bei Baton Rouge widerspiegelt.
Ich suchte eine Parlor-Gitarre fürs Fingerpicking von Celtic Folk, Delta Blues und für Experimente mit Renaissancestücken, die mir helfen würde, mein “Handicap” beim Fingerpicking zu überwinden: Ich spiele mit Kuppe und extrem kurzen Nägeln, deshalb meistens leicht verstärkt.
Die Baton Rouge XL11LS/PE-AB erfüllt meine Erwartungen voll und ganz. Die Verarbeitung ist makellos, nach dem Unboxing muss nichts eingestellt werden: Saiten stimmen, und los geht’s. Der Klang dieser Gitarre ist genau das, was ich von einer Parlor (ist nicht meine erste) erwarte, ein intimer, warmer, transparenter und ausgeglichener Klang (nicht zu basslastig und gut herausstellbare Lead-Stimme beim Fingerpicking). Die Kraft und den “Kathedralsound” einer Dreadnought oder Jumbo hat eine Parlor nicht, sie ist also nichts für Bluegrass oder für laute Lagerfeuer-Einsätze. Dafür kann man auf ihr mit einer Sattelbreite von 46 mm - wenn man mag - sogar Tárrega oder einen Sor spielen, denn genug Platz für die Finger hat sie.
Diese Baton-Rouge-Parlor kommt mit d’Addario-Besaitung in .12-Stärke an, und die wirkt bei mir (no pick, no nails) ein bisschen leise auf der A- und der tiefen E-Saite, jedoch immer noch ausgeglichen im Klangbild. Zur Bauart: Sowohl die Decke als auch Boden und Zargen sind laminiert und matt im "Vintage-Look" lackiert, was dem Klang nichts nimmt, aber optisch nicht so edel wirkt wie eine gut gealterte Gitarre aus massiven Hölzern. Man kann bei dem Preis halt nicht alles haben.
Die neue MB3 Piezo-Technik von Baton Rouge tut, was sie soll, und weist zum Glück nicht die Gimmicks anderer “Zargenradios” auf (piezo + mikro, Notch, Phase und schnarranfällige Batteriehalterungen), was Zuverlässigkeit und Klapperfestigkeit verspricht. Wer dieser Parlor einen speziellen Koffer verpassen möchte, sollte auf die genauen Baumaße der Gitarre achten: Länge 100 cm, Breite 35,5 cm (das ist z.B. für Gator-Parlor-Koffer zu breit), Zargenhöhe 10 cm. Ansonsten passen Koffer oder Etuis für klassische 4/4-Gitarren.
Diese kleine X11LS/PE-AB ist ergonomisch genauso zu halten und zu bedienen wie eine Konzertgitarre und eignet sich deshalb besonders für Gitarristen, die zwischen Nylon und Stahl wechseln.
Fazit: Sehr empfehlenswert!
Ich suchte eine Parlor-Gitarre fürs Fingerpicking von Celtic Folk, Delta Blues und für Experimente mit Renaissancestücken, die mir helfen würde, mein “Handicap” beim Fingerpicking zu überwinden: Ich spiele mit Kuppe und extrem kurzen Nägeln, deshalb meistens leicht verstärkt.
Die Baton Rouge XL11LS/PE-AB erfüllt meine Erwartungen voll und ganz. Die Verarbeitung ist makellos, nach dem Unboxing muss nichts eingestellt werden: Saiten stimmen, und los geht’s. Der Klang dieser Gitarre ist genau das, was ich von einer Parlor (ist nicht meine erste) erwarte, ein intimer, warmer, transparenter und ausgeglichener Klang (nicht zu basslastig und gut herausstellbare Lead-Stimme beim Fingerpicking). Die Kraft und den “Kathedralsound” einer Dreadnought oder Jumbo hat eine Parlor nicht, sie ist also nichts für Bluegrass oder für laute Lagerfeuer-Einsätze. Dafür kann man auf ihr mit einer Sattelbreite von 46 mm - wenn man mag - sogar Tárrega oder einen Sor spielen, denn genug Platz für die Finger hat sie.
Diese Baton-Rouge-Parlor kommt mit d’Addario-Besaitung in .12-Stärke an, und die wirkt bei mir (no pick, no nails) ein bisschen leise auf der A- und der tiefen E-Saite, jedoch immer noch ausgeglichen im Klangbild. Zur Bauart: Sowohl die Decke als auch Boden und Zargen sind laminiert und matt im "Vintage-Look" lackiert, was dem Klang nichts nimmt, aber optisch nicht so edel wirkt wie eine gut gealterte Gitarre aus massiven Hölzern. Man kann bei dem Preis halt nicht alles haben.
Die neue MB3 Piezo-Technik von Baton Rouge tut, was sie soll, und weist zum Glück nicht die Gimmicks anderer “Zargenradios” auf (piezo + mikro, Notch, Phase und schnarranfällige Batteriehalterungen), was Zuverlässigkeit und Klapperfestigkeit verspricht. Wer dieser Parlor einen speziellen Koffer verpassen möchte, sollte auf die genauen Baumaße der Gitarre achten: Länge 100 cm, Breite 35,5 cm (das ist z.B. für Gator-Parlor-Koffer zu breit), Zargenhöhe 10 cm. Ansonsten passen Koffer oder Etuis für klassische 4/4-Gitarren.
Diese kleine X11LS/PE-AB ist ergonomisch genauso zu halten und zu bedienen wie eine Konzertgitarre und eignet sich deshalb besonders für Gitarristen, die zwischen Nylon und Stahl wechseln.
Fazit: Sehr empfehlenswert!
0
0
Bewertung melden