Es dröhnt, jault, knatscht, röchelt, brüllt und krächzt. Und vor allem: Es britzelt bedrohlich, so, als könnte jeden Moment der Verstärker in Flammen aufgehen.
Und das wünschen wir uns doch alle, oder?
Dieses UFO, robust gebaut, so dass es einige Tritte einstecken kann, ist ein wunderbares Tool, wenn man weiß, wie man es bedienen muss: Den Grad der Verzerrung regelt man mit dem Volume Poti der Gitarre, so wie man es bei alten Filmaufnahmen von Clapton bei Cream, Hendrix oder Rory Galagher sieht. Bei 3 ist der sound fast clean, irgendwo zwischen 6 und 8 liegt dann der Übergang in die psychedelisch verzerrte, Joint geschwängerte Zwischenwelt der frühen 70er Jahre. Man muss etwas üben, um das in den Griff zu bekommen. Auf welcher Reglerposition dieser Übergang genau liegt, hängt von der Gitarre ab. Man kann das Fuzz mittels eines internen Reglers auf der Platine an seine Gitarre anpassen.
Vorsicht, die Fuzz Faces sind Verzerrer der ersten Generation und vertragen sich nicht sonderlich mit dem, was man sonst so auf dem Effektboard hat. Mit dem Wah Pedal gibts Oszillationsprobleme, da muss ein Buffer zwischengeschaltet werden, wenn man beide gleichzeitig benutzen will.
Das Teil ist aber seine Kohle wert, zumal es jetzt endlich auf brauchbare Größe geschrumpft ist und die Eingänge vertauscht wurden (bei den alten Fuzz Faces musste man nämlich verwirrenderweise links rein und rechts raus). Und, ja, mit Batterie klingt es anders als über Netzteil. Entgegen der landläufigen Meinung finde ich es aber nicht unbedingt "besser" mit Batterie. Auch eine schwache Batterie habe ich ausprobiert, Jimi Hendrix soll darauf geschworen haben: Das ist nun wirklich ***, mit schwacher Batterie klang es bei mir einfach nur ***, ehrlich.
Alles in allem: Volle Punktzahl, das Fuzz macht genau das, was es soll.