…was dieses kleine Pedal alles aus dem Sound herausholt. Mein Vergleich ist der DOD 280 (ok für den Einstieg) und der Keely Compressor Plus (super - nutze ich auf einem anderen Pedalboard).
Was schon mal heraussticht, ist das kleine Format. Man bekommt es auf einem Board unter, ohne zu viel Platz für andere Effekte zu verbauen. Ich empfinde es fast entlastend, dass nicht so viel einzustellen ist und man schnell ein Setting findet, das zum eigenen Sound passt. Im Netz finden sich einige Kommentare, die sich Potis statt der Kippschalter mit fest voreingestellten Werten wünschen, um mehr Feineinstellungen vornehmen zu können. Mir ging das nicht so.
Der Aufbau ist denkbar einfach gehalten. Attack (5 ms) und Release (500 ms) sind voreingestellt. Die Lautstärke des Eingangssignals kann über PAD zuerst abgesenkt werden („0“ = -16 db, „1“ = -8 db oder ohne Absenkung auf „2“ = 0 db). Danach wird über RATIO eingestellt, wie stark der Kompressor das Signal beeinflusst („0“ = 3:1, „1“ = 6:1, „2“ = 12:1). Über Output Volume lässt sich die Lautstärke des Ausgangssignals regeln, ohne dass dadurch die Kompression beeinflusst wird.
Mit dem Accountant lässt sich der Klang mit wenigen Einstellungen hörbar aufwerten. Von leichter Kompression bis hin zur Funktion als Limiter ist alles möglich. Als Booster lässt es sich ebenfalls einsetzen. Mich begeistert die Klarheit und Brillanz im Klang. Es funkelt fast ein bisschen beim Spielen. Bisher habe ich es für die Gitarre genutzt (Jazzmaster > Orange Rocker 15). Die Ansprache der Röhren und die Verzerrung sind damit um einiges satter und ausgewogener. Auch die Effekte, die nach dem Kompressor in der Kette sind, profitieren davon.
Bei mir bleibt der Accountant an Board.