J
Modern Metal Machine
Bei der Suche nach einer extreme-shaped 7 Saiter Gitarre, bin ich auf die Jackson Excel ProPlus Warrior gestoßen. Als jahrelanger Jackson Fan hatte mich die Gitarre direkt gepackt. Kurzer Hand bei Thomann bestellt, wenig später kam sie auch schon bei mir zuhause an. Wie von Thomann gewohnt erfolgte die Lieferung einwandfrei.
Die Gitarre selbst kommt mit einem Gigbag. Das ist eine nett gemeinte Zugabe, aber für den längeren Transport auf Touren eignen sich andere Bags / Cases deutlich besser.
Nun zur Gitarre selbst: Die Verarbeitung ist top. Da gibt's nichts auszusetzen. Sauber verarbeitete Bünde und absolute cleanes Finish mit tollen Übergängen. Die Saitenlage ist ab Werk auch gut eingestellt. Ich selbst spiele die Gitarre in G# Standard, also nochmal drei Halbtöne tiefer. Dazu verwende ich .70 bis .10er Saiten von Ernie Ball. Diese sind dank Looking-Mechaniken und Fixed Bridge auch im Handumdrehen aufgezogen. Nach kurzem Setup hält die Gitarre auch diese Stimmung sehr stabil. Besonders angenehm finde ich hier die 26.5" Mensur. Hier bekommt man super Komfort mit einer insgesamt etwas längeren Mensur als bei den gewöhnlichen Gitarren. Das hals Profil ist super flach, wie man es von Jackson kennt, und ermöglicht damit super Bespielbarkeit - gerade auch in den hohen Lagen. Das taugt mir persönlich tatsächlich etwas mehr als 27" dieser Tage.
Beim Sound braucht sie die Jackson Warrior ebenfalls nicht zu verstecken. Die beiden Seymour Duncans klingen sehr druckvoll und bleiben dennoch Brilliant. Damit können sie mit Bare Knuckle und Co. locker mithalten.
Die Warrior Shape an sich muss man natürlich mögen. Optisch ein absoluter Hingucker. Aber auch sehr angenehm im Sitzen wie im Stehen zu Beispielen. Das meiste Gewicht steckt tatsächlich im Hals bei dieser Konstruktion. Daher rate ich zu einem vernünftigen Gurt, damit sie nicht in die Kopflastigkeit verfällt. An sich aber ein sehr akzeptables Gewicht, so dass man keine Rückenprobleme bei einer längeren Show bekommt.
Ich bin voll zufrieden und würde mir die Gitarre wieder bestellen. Mit all den Features und dieser Qualität für diesen Preis unschlagbar.
Die Gitarre selbst kommt mit einem Gigbag. Das ist eine nett gemeinte Zugabe, aber für den längeren Transport auf Touren eignen sich andere Bags / Cases deutlich besser.
Nun zur Gitarre selbst: Die Verarbeitung ist top. Da gibt's nichts auszusetzen. Sauber verarbeitete Bünde und absolute cleanes Finish mit tollen Übergängen. Die Saitenlage ist ab Werk auch gut eingestellt. Ich selbst spiele die Gitarre in G# Standard, also nochmal drei Halbtöne tiefer. Dazu verwende ich .70 bis .10er Saiten von Ernie Ball. Diese sind dank Looking-Mechaniken und Fixed Bridge auch im Handumdrehen aufgezogen. Nach kurzem Setup hält die Gitarre auch diese Stimmung sehr stabil. Besonders angenehm finde ich hier die 26.5" Mensur. Hier bekommt man super Komfort mit einer insgesamt etwas längeren Mensur als bei den gewöhnlichen Gitarren. Das hals Profil ist super flach, wie man es von Jackson kennt, und ermöglicht damit super Bespielbarkeit - gerade auch in den hohen Lagen. Das taugt mir persönlich tatsächlich etwas mehr als 27" dieser Tage.
Beim Sound braucht sie die Jackson Warrior ebenfalls nicht zu verstecken. Die beiden Seymour Duncans klingen sehr druckvoll und bleiben dennoch Brilliant. Damit können sie mit Bare Knuckle und Co. locker mithalten.
Die Warrior Shape an sich muss man natürlich mögen. Optisch ein absoluter Hingucker. Aber auch sehr angenehm im Sitzen wie im Stehen zu Beispielen. Das meiste Gewicht steckt tatsächlich im Hals bei dieser Konstruktion. Daher rate ich zu einem vernünftigen Gurt, damit sie nicht in die Kopflastigkeit verfällt. An sich aber ein sehr akzeptables Gewicht, so dass man keine Rückenprobleme bei einer längeren Show bekommt.
Ich bin voll zufrieden und würde mir die Gitarre wieder bestellen. Mit all den Features und dieser Qualität für diesen Preis unschlagbar.
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A
Nach wie vor eine solide Gitarre, aber für mich persönlich passt sie aus einem deutlichen, aber eher subjektiven, und darüber hinaus einem objektiven Grund nicht - die beide vielleicht auch zusammenhängen.
Fangen wir mit dem objektiven Grund an:
Ich habe das Setup der Saitenlage schon recht gut in meine Präferenzen bekommen. Das bedeutet, Hals nahezu gerade durch recht tightem Trussrod und "tiefe" Saitenlage der Diskantsaiten irgendwo bei 2.5mm über das gesamte Griffbrett. Das finde ich "okay"-tief, wobei viele meiner Gitarren noch mehr zulassen. Die Saiten schnarren akustisch annehmbar wenig, sodass sich verstärkt davon nichts bemerkbar macht.
Eine Hand voll gegriffener Töne auf den Diskantsaiten, zwischen bund 10-24, plärren dabei jedoch. Das ist aber keine Sache der Saitenlage, wie ich dann mit dem Fretrocker festgestellt habe. Denn zwar kippeln die Bünde 1-10 bzw. 12 in einem tolerierbaren Bereich, ab dem 12. und vorallem dem 20. wirds jedoch abenteuerlich. Das 22. Bundstäbchen ist dabei ein tatsächlicher Showstopper, da hier bei den drei Diskantsaiten die Töne klirren und absterben. Mit dem Fretrocker merkt man darüber hinaus, dass die Bünde hin zu den Diskantsaiten eher ausgetrieben sind und es nicht an einem Levelling liegt. Um es einfacher zu beschreiben, die gesamte Bundregion "über dem Halsübergang" ist da echt einfach hügellig. Wie gesagt, das sind insgesamt eine Handvoll Bünde, aber zwei davon sind dann halt wirklich nicht mehr im Toleranzbereich.
Übergang zum subjektiven Grund:
Okay - das ist bis jetzt kein Weltuntergang. In der Hoffnung da arbeitet nicht noch viel mehr und treibt Bünde raus, könnte man das überarbeiten lassen bzw. vom Hersteller nachbessern lassen. Ist bei Edelstahlbünden sicherlich aufwendig und für die Zukunft eher lästig, aber das wäre für mich kein langfristiger Scheidungsgrund. Warum also dann aber doch?
Dabei: die Specs lesen sich verdammt gut.
Ihr könnt mich gerne steinigen, aber ich denke mir oft bei Spec-Sheets in diesem Preisbereich, "zu schön um wahr zu sein". Jede Gitarre wird heutzutage eh 99,9999% akurat CNC-gefräst und das vermutlich auch noch in der selben oder benachbarten Maschine. Alle haben das, wonach man von Highclass-Gitarren geiert: Edelstahlbünde, top aktuelle und angesagte Marken-Tonabnehmer, meist noch "well-known"-Hardware oder inhouse Zeug, wobei es dann immer Lockingtuner oder Nachbauten von Schaller, Hipshot etc. sind. Throwback als die Harley Benton Box mit Vintage30 Speakern günstiger war, als die Speaker einzeln zu kaufen. Was kann da schon schiefgehen?
Für mich stimmt die Gesamt-Komposition dieser Gitarre(n) leider nicht. Meine Vermutung, und die basiert ausdrücklich nicht auf einem fundierten Fachwissen:
1. Die Gitarre verträgt sich mit all seinen Specs und schlussendlich dem recht leichten Korpus-Holz nicht mit den Edelstahlbünden. Ich habe einige Gitarren mit solchen neben verschiedensten Bundmaterialien und auch wenn es Nuancen sind, sie klingen schon anders. Das schwingt sich bestimmt mit der Zeit ein, aber hier gefällt mir die Warrior tatsächlich sogar akustisch nicht wirklich. Die Gitarre klingt schon recht hell, aber keine resonante, durchsetzungsfähige Helligkeit, sondern das driftet schon in schrill ab. Liegt das auch am Setup und den schwingenden Saiten? Bestimmt ein wenig. Aber ich habe den Besen jetzt nicht in die Enge getrieben, das sollte schon verkraftbar sein. Es wird sicherlich auch an der Resonanz der vereinzelt zu nahen Bundstäbchen liegen, aber erstens hatte auch die höhere Saitenlage diesen Charakter und zweitens ist diese semi-tiefe Saitenlage schon ein Must-Have (für mich).
2. Dieser schrille Grundcharakter wird leider durch die Tonabnehmer, vor allem den SD Nazgul am Steg zusätzlich befeuert. Ich habe zwar wenig Langzeiterfahrung mit dem SD Nazgul, aber habe durch den SD Winter und das SD Sentinent/Pegasus einen ganz guten Überblick über das aktuelle SD-Angebot. Auch der SD Black Winter hat meiner Meinung nach diesen Push zuviel in Verbindung mit Edelstahlbünden, was mir in meiner Unicut und auch zwei meiner Warmoth-Strats bereits aufgefallen ist. Da kriegt man das aber doch recht gut eingefangen.
3.) Hängt dann damit direkt zusammen, verstärkt klingt das Ganze echt wie ´ne Säge. Ich dachte ich hab was am Ohr, aber die Warrior klingt so schrill undifferenziert, dass ich gestern über eine Stunde Gitarren durchrotiert habe, bis ich mir damit (für mich) sicher war. Ich kann es kaum beschreiben, aber für mich klang sie, als hätte sie ein aktive Boss HM2 an Board. Ich habe auch mit der PU-Höhe gespielt, aber ich kriegs nicht rausgedreht. Das geht soweit, dass die Gitarre fast out-of-tune klingt, weil der verzerrte Ton sich dermaßen einschreit und sich in eine Feedback-Spirale einschwingt.
...ihr merkt´s. Das ist kein Todesurteil. Ich könnte jetzt mit erst mit verschiedenen Saiten, dann mit Saitenstärken, sehr wahrscheinlich mit anderen Pickups experimentieren - wobei erst das kleine Bundproblem behoben werden müsste. Aber da hab ich keinen Nerv drauf. Und das bringt mich wieder zu den Basisc zurück. Fette Specs und am Holz gespart? Keine Ahnung, aber entweder passt für mich und meine Ohren einfach die Komposition der Gitarre nicht, oder das Holz als die absolute Grundlage der Gitarre ist einfach unpassend und/oder noch nicht reif genug.
Schlussendlich ist es aber mein Bauchgefühl, dass mir da in den Flitterwochen jetzt schon die Lust auf mehr nimmt. Es gibt, und das sind witzigerweise immer 20-30Jahre alte Baustellen, da zerlege und zerpflücke ich die gesamte Harfe, der Hals sitzt noch keine 10Minuten wieder fest am Korpus - aber da sagt mir der erste Ton: Ich bin eine Gitarre. Und es gibt Holz, auf das teure Hardware und Electronics geschraubt sind, die mir sagen wollen sie seien eine Gitarre. Da machts aber einfach nicht Klick und mir fehlt die Vision, wie sie am Ende meinen Fuhrpark bereichert. Leider ist die Warrior eine davon.
Fangen wir mit dem objektiven Grund an:
Ich habe das Setup der Saitenlage schon recht gut in meine Präferenzen bekommen. Das bedeutet, Hals nahezu gerade durch recht tightem Trussrod und "tiefe" Saitenlage der Diskantsaiten irgendwo bei 2.5mm über das gesamte Griffbrett. Das finde ich "okay"-tief, wobei viele meiner Gitarren noch mehr zulassen. Die Saiten schnarren akustisch annehmbar wenig, sodass sich verstärkt davon nichts bemerkbar macht.
Eine Hand voll gegriffener Töne auf den Diskantsaiten, zwischen bund 10-24, plärren dabei jedoch. Das ist aber keine Sache der Saitenlage, wie ich dann mit dem Fretrocker festgestellt habe. Denn zwar kippeln die Bünde 1-10 bzw. 12 in einem tolerierbaren Bereich, ab dem 12. und vorallem dem 20. wirds jedoch abenteuerlich. Das 22. Bundstäbchen ist dabei ein tatsächlicher Showstopper, da hier bei den drei Diskantsaiten die Töne klirren und absterben. Mit dem Fretrocker merkt man darüber hinaus, dass die Bünde hin zu den Diskantsaiten eher ausgetrieben sind und es nicht an einem Levelling liegt. Um es einfacher zu beschreiben, die gesamte Bundregion "über dem Halsübergang" ist da echt einfach hügellig. Wie gesagt, das sind insgesamt eine Handvoll Bünde, aber zwei davon sind dann halt wirklich nicht mehr im Toleranzbereich.
Übergang zum subjektiven Grund:
Okay - das ist bis jetzt kein Weltuntergang. In der Hoffnung da arbeitet nicht noch viel mehr und treibt Bünde raus, könnte man das überarbeiten lassen bzw. vom Hersteller nachbessern lassen. Ist bei Edelstahlbünden sicherlich aufwendig und für die Zukunft eher lästig, aber das wäre für mich kein langfristiger Scheidungsgrund. Warum also dann aber doch?
Dabei: die Specs lesen sich verdammt gut.
Ihr könnt mich gerne steinigen, aber ich denke mir oft bei Spec-Sheets in diesem Preisbereich, "zu schön um wahr zu sein". Jede Gitarre wird heutzutage eh 99,9999% akurat CNC-gefräst und das vermutlich auch noch in der selben oder benachbarten Maschine. Alle haben das, wonach man von Highclass-Gitarren geiert: Edelstahlbünde, top aktuelle und angesagte Marken-Tonabnehmer, meist noch "well-known"-Hardware oder inhouse Zeug, wobei es dann immer Lockingtuner oder Nachbauten von Schaller, Hipshot etc. sind. Throwback als die Harley Benton Box mit Vintage30 Speakern günstiger war, als die Speaker einzeln zu kaufen. Was kann da schon schiefgehen?
Für mich stimmt die Gesamt-Komposition dieser Gitarre(n) leider nicht. Meine Vermutung, und die basiert ausdrücklich nicht auf einem fundierten Fachwissen:
1. Die Gitarre verträgt sich mit all seinen Specs und schlussendlich dem recht leichten Korpus-Holz nicht mit den Edelstahlbünden. Ich habe einige Gitarren mit solchen neben verschiedensten Bundmaterialien und auch wenn es Nuancen sind, sie klingen schon anders. Das schwingt sich bestimmt mit der Zeit ein, aber hier gefällt mir die Warrior tatsächlich sogar akustisch nicht wirklich. Die Gitarre klingt schon recht hell, aber keine resonante, durchsetzungsfähige Helligkeit, sondern das driftet schon in schrill ab. Liegt das auch am Setup und den schwingenden Saiten? Bestimmt ein wenig. Aber ich habe den Besen jetzt nicht in die Enge getrieben, das sollte schon verkraftbar sein. Es wird sicherlich auch an der Resonanz der vereinzelt zu nahen Bundstäbchen liegen, aber erstens hatte auch die höhere Saitenlage diesen Charakter und zweitens ist diese semi-tiefe Saitenlage schon ein Must-Have (für mich).
2. Dieser schrille Grundcharakter wird leider durch die Tonabnehmer, vor allem den SD Nazgul am Steg zusätzlich befeuert. Ich habe zwar wenig Langzeiterfahrung mit dem SD Nazgul, aber habe durch den SD Winter und das SD Sentinent/Pegasus einen ganz guten Überblick über das aktuelle SD-Angebot. Auch der SD Black Winter hat meiner Meinung nach diesen Push zuviel in Verbindung mit Edelstahlbünden, was mir in meiner Unicut und auch zwei meiner Warmoth-Strats bereits aufgefallen ist. Da kriegt man das aber doch recht gut eingefangen.
3.) Hängt dann damit direkt zusammen, verstärkt klingt das Ganze echt wie ´ne Säge. Ich dachte ich hab was am Ohr, aber die Warrior klingt so schrill undifferenziert, dass ich gestern über eine Stunde Gitarren durchrotiert habe, bis ich mir damit (für mich) sicher war. Ich kann es kaum beschreiben, aber für mich klang sie, als hätte sie ein aktive Boss HM2 an Board. Ich habe auch mit der PU-Höhe gespielt, aber ich kriegs nicht rausgedreht. Das geht soweit, dass die Gitarre fast out-of-tune klingt, weil der verzerrte Ton sich dermaßen einschreit und sich in eine Feedback-Spirale einschwingt.
...ihr merkt´s. Das ist kein Todesurteil. Ich könnte jetzt mit erst mit verschiedenen Saiten, dann mit Saitenstärken, sehr wahrscheinlich mit anderen Pickups experimentieren - wobei erst das kleine Bundproblem behoben werden müsste. Aber da hab ich keinen Nerv drauf. Und das bringt mich wieder zu den Basisc zurück. Fette Specs und am Holz gespart? Keine Ahnung, aber entweder passt für mich und meine Ohren einfach die Komposition der Gitarre nicht, oder das Holz als die absolute Grundlage der Gitarre ist einfach unpassend und/oder noch nicht reif genug.
Schlussendlich ist es aber mein Bauchgefühl, dass mir da in den Flitterwochen jetzt schon die Lust auf mehr nimmt. Es gibt, und das sind witzigerweise immer 20-30Jahre alte Baustellen, da zerlege und zerpflücke ich die gesamte Harfe, der Hals sitzt noch keine 10Minuten wieder fest am Korpus - aber da sagt mir der erste Ton: Ich bin eine Gitarre. Und es gibt Holz, auf das teure Hardware und Electronics geschraubt sind, die mir sagen wollen sie seien eine Gitarre. Da machts aber einfach nicht Klick und mir fehlt die Vision, wie sie am Ende meinen Fuhrpark bereichert. Leider ist die Warrior eine davon.
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