Optisch gelungen ist er ja, der Alien Deluxe NT5 als Rockbass Version, damit ein chinesischer Ableger der Marke Warwick.
Der Bass ist mächtig, mit großem Korpusvolumen. Wer jetzt eine an eine Westerngitarre heranreichende Lautstärke glaubt, wird aber enttäuscht. Ohne Verstärker geht hier nichts.
Und damit fangen sie an, die Probleme: 1. Schritt: Stimmen. Die Batterie des guten Teils ist leer. Also eben gewechselt und anhand des integrierten Tuners den Bass erstmal gestimmt. 2. Schritt: Dann mit dem Daumen die Saiten am Sattel und Brücke leicht heruntergedrückt, erneut gestimmt. Leider hat der Bass eine recht hohe Saitenlage, ca. 8mm an der H-Saite am höchsten Bund. Höhe vom Sattel und Halskrümmung waren völlig ok.
3. Schritt: In den Amp eingestöpselt geht es nun an den verstärkten Sound. Der Grundsound ist eben ein typischer Piezo-Klang mit harschen Höhen. Das bekommt man mit dem Onboard-EQ des Fishman Preamps ganz gut in den Griff.
Das Spiel mit der Daumenstütze ist für mich, insbesondere aufgrund des großen Stringspacings gewöhnungsbedürftig, hier hätte ich mir gewünscht, die Stütze entfernen zu können.
Beim Spielen fällt mir dann das k.o.-Kriterium für das gute Stück auf: Die G- und H-Saiten fallen in der Lautstärke zu E-, A- und D-Saiten dermaßen krass in der Lautstärke ab, dass man das nicht ausgeglichen bekommt. Ferner hatte der Bass dann zusätzlich noch Deadspots auf dem 5. und 7. Bund der G-Saite. Somit für mich für Unplugged / Akustik-Shows leider nicht zu verwenden.
Auch die enorme Tiefe des Korpus erfordert eine Umgewöhnung beim Spielen gegenüber einem normalen E-Bass.
Ich erhoffe mir nun Abhilfe durch die Slim-Version des Instruments, welches mit zwei unabhängigen Tonabnehmern kommt, die gemischt werden können.