Als langjähriger DT770 pro 250 Ohm-Träger war der DT700 für mich sofort als mögliches Upgrade interessant. Ein Upgrade ist er nicht, hat aber etwas andere Stärken und Schwächen, so dass ich ihn parallel zum 770er in mein Arbeitsalltag (Recording, Mixing, Live, Studio) integriert habe.
Die Haptik ist toll, etwas kleiner und kompakter und moderner wirkt er gegen den seinen 40-jährigen Vorgänger. Es ist weniger Platz in den Hörmuscheln, meine Ohren passen noch herein, aber es ist knapp. Im Sommer wirds schneller heiß drunter.
Ein Konstruktionsfehler ist, dass das Verbindungskabel zwischen links und rechts sich manchmal unbemerkt sich zwischen Ohrmuschel und Ohrmuschel-Bügel einklemmt und beschädigt wird. Da ist mir noch keine Lösung eingefallen.
Der Tragekomfort ist sehr gut, auch für lange Sessions.
Der Pegel ist an den meisten Geräten deutlich (10-15dB!) höher, was an schwächeren Ausgängen ein wirklicher Vorteil sein kann. (In der 770er-Serie gibt es die pegelstärkere 80 Ohm-Version, die leider klanglich zu sehr abfällt.)
Die Isolation ist ebenfalls deutlich besser. Ist jetzt mein Kopfhörer für Mixen im ICE und für Drumrecording.
Klanglich ist einerseits die Auflösung feiner, was schön ist, andererseits der Bass etwas zurückgenommen und trockener, müsste für mich nicht sein, geht aber in Ordnung. Die Höhen sind seidiger und weicher und recht angenehm mit der "Schaumnetzscheibe" vom DT770, (gibts als Ersatzteil <a class="article link" href="beyerdynamic_dt770_ohrpolster.htm">beyerdynamic EDT 770 V Ear Pads</a>). Mit der verbauten dicken Schaumnetzscheibe war er mir eindeutig zu dumpf. Ich gehöre allerdings auch nicht zu den Leuten, denen der 770er zu scharf klingt. Die akustische Bühne ist enger um den Hörer herum aufgespannt, allerdings schön präzise.
So ist der Gesamtklang für mich ebenbürtig aber etwas anders abgestimmt als der 770/250 und nur die Faktoren Wirkungsgrad und Isolation je nach Einsatzzweck ausschlaggebend.