Alpha Omega wurde von Darkglass zusammen mit Jon Stockman (Karnivool) entwickelt (und nach einem Stück von Karnivool benannt).
Jon Stockman ist für seine sehr ausgefuchsten Distortion-Sounds bekannt, für die er oft mehrere Amp/Boxen-Kombinatonen aufnimmt, mischt und weiter bearbeitet.
Gegenüber den bekannten Microtubes B3K-/B7K- und Vintage-Serien wurden die zwei(!) für die Verzerrung zuständigen OP-Amps neu entwickelt.
Regler EQ: Bass +-12 dB bei 80 Hz, Mid +-12 dB bei 500 Hz, Treble +-12 dB bei 5 kHz
Regler Distortion: Blend: mischt trockenes Signal mit Distortion, Level: Lautstärke des Distortionbereichs, Gain: Input des Distortionbereichs/Grad der Verzerrung, A-O Mod: blendet über zwischen dem Alpha- und dem Omega-OP-Amp
Schalter: Growl: shelving Bass boost, Bite: boost bei 2,8 kHz - unterstützen die jeweiligen Frequenzbereiche bei der Verzerrung. Die Namen deuten an, was das für den Klang bringt.
In/out: Input, Output, Direct Output (DI XLR mit schaltbarem Ground Lift), Parallel Output (unbeeinflusstes Signal)
Die Klangregelung für Bass, Mid, Treble greift sehr gut, der Preamp klingt bereits trocken via DI ins Mischpult sehr gut.
Die Regler für die Distortion-Abteilung ermöglichen alle Schattierungen von leichtem Overdrive/Anzerren bis zu heftigsten Verzerrungen. Über den Blend-Regler kann man auch eine krass fette Verzerrung sozusagen homöopathisch beimischen.
Der Alpha-Omega-Regler blendet nahtlos zwischen Alpha (sehr impulstreue, "klare", etwas in den Mitten reduzierte Verzerrung (scoop) mit relativ sauberem, kräftigem Bassbereich) und Omega (viel brutaler, fette Mitten, Röhrenbratzel...) über.
Geniales Teil!
Alternativen:
Die Ultra Modelle von Darkglass bieten noch umfangreichere EQ-Sektionen (B7K Ultra und Vintage Ultra: 2 x Mitten mit schaltbaren Center-Frequenzen, Alpha Omega Ultra: graphischer EQ mit sechs Frequenzbändern). Der Distortion-Bereich hat jeweils einen eigenen Fußschalter. Die neuesten Modelle haben zusätzlich noch Cabinet Simulation (Simulationen über USB austauschbar) und einen Kopfhörerausgang.
Alle Ultra-Modelle sind aufgrund ihres feinen Klangs und der hervorragenden umfangreichen Klangregelung absolut empfehlenswerte Preamps!
Natürlich gibt es weitere Alternativen, vor allem, wenn es nur um einen guten Verzerrer geht und eventuell der analoge direkte Zugriff auf alle klangformenden Parameter nicht so wichtig ist. Z.B. source audio Aftershock oder auch Line6 Helix bieten durchaus auch sehr gut klingende Overdrive/Distortion/Fuzz...
Ich denke im Moment darüber nach, das Alpha-Omega durch die Ultra-Version zu ersetzen - oder aber (noch besser) durch den Vintage-Ultra mit seinem genialen EQ, den ich schon mal ausführlich getestet habe, als weiteren Klangformer zu beschaffen, was vor allem live noch mehr Möglichkeiten eröffnet...