H
Forget about Freeman!
Sehr gutes und vielseitiges Distortion Pedal. EQD hat das Teil im Black Mesa Lab tief unter der Erde aus dem großen Life Pedal durch Dimensionsteleportation zum Planeten ZEN erschaffen. Deshalb der Name und die coole Lambda Optik.
Spaß beiseite: Beim Amplitude Teil sind sehr viele Sounds möglich, von Crunch bis High Gain. Auch sehr schöne Low Gain Sounds sind möglich. Die verschiedenen Clipping Modes prägen den Klangcharakter, von Overdrive über Distortion bis hin zu Fuzz. Je nach Einstellung ist das Attack definiert, z.B. für Palm Mutes, oder undefiniert für Fuzzartige Sounds. Der Grundsound ist bissig, straff und kratzig im positiven Sinne. Wenn es zu schrill wird kann man gut mit der Höhenblende störende Frequenzen herausfiltern.
Fügt zur Amplitude Distortion nun noch den Magnitude Boost hinzu, dann schiebt es einen Lauten Röhrenamp (in meinem Fall einen 100W Park Rock Head mit Bogner 4x12 V30) so krass an, dass man durch den gewaltigen Druck fast weggeblasen wird. Spätestens jetzt hat man quasi unmittelbar Feedback an der Gitarre. Je nach Bandkontext kann das stören aber auch sehr gut sein :-D. Generell sind auch High Gain Sounds mit lautem Drummer und Bassisten durchsetzungsfähig und es matscht nicht. Allerdings muss man ein bisschen aufpassen, dass der Bassist nicht sauer wird, weil er nicht mehr der einzige in der Band ist, der Erdbeben machen kann. Den Boost kann man auch alleine benutzen, z.B. um einen cleanen Amp in die Sättigung zu fahren.
Die schmale Gehäuseform des Pedals bringt einige Vorteile mit sich. Dadurch dass die Taster so dicht zusammen sind, kann man auch mit einem Fußtritt beide treffen, um z.B. den Boost zu deaktivieren und die Distortion zu aktivieren oder um beides gleichzeitig an/aus zu schalten.
Man hat dadurch quasi 4 Sounds direkt parat:
1. Pedal aus = clean/crunch,
2. nur Magnitude = Low Gain Overdrivesound,
3. nur Amplitude = High Gain Distortionsound,
4. Amplitude + Magnitude = Erdbeben.
Ein Highlight ist noch der analoge Octaver. Der Sound erinnert mich sehr an den EQD Tentacle. Allerdings gibt es hier den Vorteil, dass man ihn mit einem Expressionpedal hinzumischen kann. Das ist absolut genial. Wenn man ihn voll dazumischt klingt es ein bisschen als würde die Gitarre screamen. Wenn man nur ein bisschen hinzumischt, bekommt der Sound mehr Obertöne und wird komplexer. Wie beim Tentacle ist der Effekt deutlicher mit dem Halstonabnehmer und in höheren Lagen auf dem Griffbrett. Wenn er voll reingedreht ist, führen Akkorde die komplexer sind als Powerchords dazu, dass es schön kaputt und glitchy klingt. Herrlich. Einen Wehrmutstropfen gibt es aber auch: Man kann den Octaver nur in Kombination mit der Distortion nutzen -- schade.
Ich habe das Pedal auch in einer Parallelschaltung mit verschiedenen anderen Zerrpedalen getestet. Sehr gut klingt es mit einem Mad Professor Fire Red Fuzz. Dieser bringt ein schönes dunkles Fundament und die Half Life Amplitude Distortion bringt Definition und Aggressivität dazu. Was mir allerdings aufgefallen ist: Fügt man nun den Magnitude Boost hinzu, wird der Sound sehr dünn. Vermutlich dreht der Boost die Phase und es gibt Auslöschungen.
Insgesamt bin ich echt begeistert von dem Teil. Der Preis von knapp 300 € ist zwar knackig, aber man bekommt auch viel Geboten. Auch die Verarbeitung ist sehr gut --- Antestempfehlung von mir.
Spaß beiseite: Beim Amplitude Teil sind sehr viele Sounds möglich, von Crunch bis High Gain. Auch sehr schöne Low Gain Sounds sind möglich. Die verschiedenen Clipping Modes prägen den Klangcharakter, von Overdrive über Distortion bis hin zu Fuzz. Je nach Einstellung ist das Attack definiert, z.B. für Palm Mutes, oder undefiniert für Fuzzartige Sounds. Der Grundsound ist bissig, straff und kratzig im positiven Sinne. Wenn es zu schrill wird kann man gut mit der Höhenblende störende Frequenzen herausfiltern.
Fügt zur Amplitude Distortion nun noch den Magnitude Boost hinzu, dann schiebt es einen Lauten Röhrenamp (in meinem Fall einen 100W Park Rock Head mit Bogner 4x12 V30) so krass an, dass man durch den gewaltigen Druck fast weggeblasen wird. Spätestens jetzt hat man quasi unmittelbar Feedback an der Gitarre. Je nach Bandkontext kann das stören aber auch sehr gut sein :-D. Generell sind auch High Gain Sounds mit lautem Drummer und Bassisten durchsetzungsfähig und es matscht nicht. Allerdings muss man ein bisschen aufpassen, dass der Bassist nicht sauer wird, weil er nicht mehr der einzige in der Band ist, der Erdbeben machen kann. Den Boost kann man auch alleine benutzen, z.B. um einen cleanen Amp in die Sättigung zu fahren.
Die schmale Gehäuseform des Pedals bringt einige Vorteile mit sich. Dadurch dass die Taster so dicht zusammen sind, kann man auch mit einem Fußtritt beide treffen, um z.B. den Boost zu deaktivieren und die Distortion zu aktivieren oder um beides gleichzeitig an/aus zu schalten.
Man hat dadurch quasi 4 Sounds direkt parat:
1. Pedal aus = clean/crunch,
2. nur Magnitude = Low Gain Overdrivesound,
3. nur Amplitude = High Gain Distortionsound,
4. Amplitude + Magnitude = Erdbeben.
Ein Highlight ist noch der analoge Octaver. Der Sound erinnert mich sehr an den EQD Tentacle. Allerdings gibt es hier den Vorteil, dass man ihn mit einem Expressionpedal hinzumischen kann. Das ist absolut genial. Wenn man ihn voll dazumischt klingt es ein bisschen als würde die Gitarre screamen. Wenn man nur ein bisschen hinzumischt, bekommt der Sound mehr Obertöne und wird komplexer. Wie beim Tentacle ist der Effekt deutlicher mit dem Halstonabnehmer und in höheren Lagen auf dem Griffbrett. Wenn er voll reingedreht ist, führen Akkorde die komplexer sind als Powerchords dazu, dass es schön kaputt und glitchy klingt. Herrlich. Einen Wehrmutstropfen gibt es aber auch: Man kann den Octaver nur in Kombination mit der Distortion nutzen -- schade.
Ich habe das Pedal auch in einer Parallelschaltung mit verschiedenen anderen Zerrpedalen getestet. Sehr gut klingt es mit einem Mad Professor Fire Red Fuzz. Dieser bringt ein schönes dunkles Fundament und die Half Life Amplitude Distortion bringt Definition und Aggressivität dazu. Was mir allerdings aufgefallen ist: Fügt man nun den Magnitude Boost hinzu, wird der Sound sehr dünn. Vermutlich dreht der Boost die Phase und es gibt Auslöschungen.
Insgesamt bin ich echt begeistert von dem Teil. Der Preis von knapp 300 € ist zwar knackig, aber man bekommt auch viel Geboten. Auch die Verarbeitung ist sehr gut --- Antestempfehlung von mir.
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