2s
Gitarre mit Potenzial
Die Gitarre kam ganz passabel eingestellt bei mir an, was die Halskrümmung, die Höhe der Pickups und der Brücke angeht. Die Bundstäbchen waren allerdings recht kratzig und mussten gründlich poliert werden. Dabei fiel mir auf, dass sich auf zwei Bundstäbchen jeweils eine deutlich spürbare Kerbe befand, die mutmaßlich bei der Montage entstanden ist. Mit etwas Geduld ließen sich die Kerben so auspolieren, dass sie nicht mehr stören. Davon abgesehen gibt es an den Bundstäbchen nichts auszusetzen, sie sind gut abgerichtet und stehen nicht über den Griffbrettrand über. Mit dem Griffbrett aus Indian Laurel habe ich Glück gehabt, denn es ist recht dunkel und nur bei genauer Betrachtung von Palisander zu unterscheiden. Dies ist bei den von Epiphone verwendeten Lorbeer-Griffbrettern leider nicht immer der Fall, einige Exemplare wirken sehr blass und sind, wie ich persönlich finde, unansehnlich. Am Griffbrettrand bzw. am angrenzenden Binding sieht man aus der Nahdistanz eine Reihe von Werkzeugspuren. Nichts Schlimmes bzw. nichts, was mich stören würde, gleichwohl gibt es auch hier in puncto Verarbeitungsqualität noch Luft nach oben. Das größte Manko betrifft den Sattel. Er besteht aus "NuBone" (laut einem bekannten YouTuber "a fancy way for saying plastic") und wurde recht lieblos und nicht hundertprozentig mittig angebracht, so dass sich die hohe E-Saite deutlich näher am Griffbrettrand befand als die tiefe E-Saite. Für eine Kontrolle der Sattelhöhe hatte man in der Fabrik offensichtlich ebenfalls keine Zeit, was dazu führte, dass die auf dem ersten Bund gegriffenen Töne deutlich zu hoch waren. Ich habe den Sattel daher vorsichtig entfernt und durch einen Knochensattel ersetzt. Wegen der angesprochenen Verarbeitungsmängel ist die Gitarre meines Erachtens für Anfänger und generell für Spieler, die das Basteln an Gitarren nicht als Hobby betrachten, ungeeignet. Das ist an sich schade, denn die Pickups sind klasse und liefern einen wirklich ausgewogenen und transparenten Sound. Auch an der übrigen Elektronik gibt es nichts auszusetzen. Die Potis sitzen fest und alles funktioniert tadellos so, wie es soll. Der sehr gut in meiner Hand liegende, angenehm kräftige Hals weiß ebenso zu gefallen wie der Korpus. Im Ergebnis schneidet die Gitarre mittelprächtig ab. Sie hat zweifellos Potenzial, das allerdings erst gehoben werden muss.
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JN
With some tweaks you can get a long way
For the money, these are a very good alternative for more expensive versions of this model. I've played more of these, and they are all too boomy at the neck, so lowering the neck pickup does a lot. A upgrading the bridge and tailpiece also helps a lot.
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B
Tolle Gitarre, leider mit Mängel
Die Epiphone ES-335 bietet klanglich eine sehr gute Basis. Der Sound ist warm, offen und typisch 335 – sowohl clean als auch angezerrt absolut überzeugend. Sustain und Resonanz sind gut, insgesamt eine solide Grundlage.
Allerdings war die Gitarre „out of the box“ nahezu unbespielbar. Die Werkseinstellung war sehr schlecht (Saitenlage, Setup), was eine umfassende Nacharbeit erforderlich machte. Zudem gab es mehrere kleinere optische Mängel. Die Potiknöpfe waren lose bzw. abgefallen, ein Potischaft war verbogen und musste gerichtet bzw. ersetzt werden.
Wer bereit ist, Zeit zu investieren (ca. 8–10 Stunden für gründliches Setup und Nacharbeit), kann aus der Gitarre ein wirklich gutes Instrument machen. Ohne diese Arbeiten wirkt sie jedoch unfertig.
Fazit:
Klanglich stark, aber qualitativ in der Endkontrolle schwach. Eher geeignet für Spieler mit Schraubererfahrung oder der Bereitschaft, in ein professionelles Setup zu investieren.
Allerdings war die Gitarre „out of the box“ nahezu unbespielbar. Die Werkseinstellung war sehr schlecht (Saitenlage, Setup), was eine umfassende Nacharbeit erforderlich machte. Zudem gab es mehrere kleinere optische Mängel. Die Potiknöpfe waren lose bzw. abgefallen, ein Potischaft war verbogen und musste gerichtet bzw. ersetzt werden.
Wer bereit ist, Zeit zu investieren (ca. 8–10 Stunden für gründliches Setup und Nacharbeit), kann aus der Gitarre ein wirklich gutes Instrument machen. Ohne diese Arbeiten wirkt sie jedoch unfertig.
Fazit:
Klanglich stark, aber qualitativ in der Endkontrolle schwach. Eher geeignet für Spieler mit Schraubererfahrung oder der Bereitschaft, in ein professionelles Setup zu investieren.
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