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Expressive E Osmose

40 Kundenbewertungen

4.7 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

2 Rezensionen

Expressive E Osmose
€ 1.769
Alle Preise inkl. MwSt.
In 1-2 Wochen lieferbar
1
U
Innovation mangelhaft umgesetzt
Univers 27.11.2024
Eigentlich halte ich mich mit Bewertungen zurück, aber das war wirklich ein Erlebnis, das ich kurz zusammenfassen möchte.

Zuerst: Thomann hat sich wirklich Mühe gegeben, mich als Kunden glücklich zu machen. Mit etwas persönlicheren Kundenberatern, die Rücksprache mit der Fachabteilung halten oder selbst vom Fach sind, wäre der Service jedoch noch besser gewesen.

Nun zum Gerät: Das Expressive E kam an und konnte zunächst überzeugen, da die Tastatur und die Möglichkeit, den Klang direkt zu manipulieren, einfach ein tolles Gefühl vermitteln. Bevor ich jedoch richtig testen konnte, fiel mir auf, dass der Stromstecker einen Wackelkontakt hatte. Da ich das Gerät kurzfristig außerhalb meines Studios verwenden wollte, ging es schnell zurück, und ich bekam sehr zügig ein neues.

Dieses habe ich dann direkt im gewünschten Setup getestet. Leider muss ich sagen: Das Gerät klingt zu digital. Und nun zum noch größeren Problem: Die Verarbeitung ist einfach mangelhaft. Es sieht zwar edel aus, aber auch bei diesem Gerät gab es wieder einen Wackelkontakt. Ehrlich gesagt ist es unmöglich, das Teil sicher live einzusetzen!

Dazu kommt, dass die Tastatur letztendlich weder hochwertig noch präzise verarbeitet ist. Die Spaltmaße zwischen den Tasten sind ziemlich unterschiedlich, und die Tasten bestehen aus einfachem Plastik. Das Schlimmste daran ist, dass die Tastatur es schafft, einzelne Töne einfach zu transponieren – und damit meine ich nicht den Pitch-Drift durch die Seitwärtsbewegung.

Es hätte ein toller Synthesizer sein können. So ist es jedoch eher ein Spielzeug, das sich vielleicht noch für Ambient eignet. Also geht es wieder retour...

Update. Nach Rückmeldung der Fachabteilung muss ich sagen das der angebliche Wackelkontakt mein Fehler war und das Gerät eigentlich sogar eine Sicherungsvorichtung hat, was sich mir jedoch nicht erschlossen hat.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
6
8
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MG
Grundsätzlich gut, aber...
Maik Goltz 10.12.2024
Ich schaute schon seit der ersten Ankündigung auf dieses Gerät, weil ich schon immer auch von den Haken Audio Continuum Fingerboards fasziniert war, diese aber viel zu teuer sind. Der Preis und die theoretischen Möglichkeiten des Osmose waren faszinierend dagegen und günstig. Ich konnte den Osmose nie irgendwo ausprobieren, also auf gut Glück gekauft.

Zum Klang.
Viel ausschweifendes kann ich nicht sagen, ich hatte den Osmose nur ein paar Tage. Aber wie viele hier schon schrieben, er klingt extrem digital, kalt, dünn. Mal ganz abseits der expressiven Möglichkeiten. Ich werde damit einfach nicht "warm" als Besitzer von vielen analogen Eurorack Modulen und anderen analogen Synths.

Die Tastatur.
Da kommt für mich der Punkt, wo es gar nicht weiter geht. Ich bin kein großartiger "Klavierspieler" und nur an Synth-Action Tastaturen gewöhnt. Sowas wie beim Roland Fantom 6 find ich super zu spielen. Die erste Berührung mit dem Osmose war "merkwürdig" um es vorsichtig auszudrücken. Technisch würde ich es so beschreiben. Die Tasten gehen zu schwer runter. Die kleinste Berührung/Auflage eines Fingers erzeugt schon einen Ton. Ein leichtes drüber fliegen wie bei normalen Synths geht überhaupt nicht von der Hand, zumindest nicht bei mir. Ich "vertippe" mich quasi auf dem Ding ständig. Finger auflegen ohne Ton zu erzeugen ist nicht möglich. Auch die Oberfläche der Tasten ist merkwürdig rau und gleichzeitig aber sehr rutschig. Das "wiggeln" der Tasten geht gar nicht gut von der Hand da die Finger seitlich wegrutschen. Auch ist es technisch nur möglich die Taste seitwärts zu bewegen, wenn keine benachbarte Taste gleichzeitig gedrückt wird. Sonst stoßen die aneinander.

Was wirklich gut ist, grundsätzlich, ist das expressive Verhalten. Die Möglichkeiten die das aufzeigt sind sehr vielversprechend. Vor allem würde ich hier den Aftertouch benennen. Das ist wirklich toll. Und auch die Anschlagdynamik ist grundsätzlich super, wenn da nicht das überempfindliche Verhalten ganz oben wäre. Vielleicht kann man das sogar einstellen. So weit bin ich aber gar nicht gekommen, da mir die Tasten halt zu schwer gehen. Als würde ich gehen Massive Gewichte andrücken müssen. Ich kann es einfach nicht wirklich spielen.

Verarbeitung ist soweit ok. Es wirkt stabil. Die Oberseite ist eine Metallplatte. Der Rest aus Plastik. Die Bedienung ist etwas matschig, die Potis schlecht aufgelöst. Das Display ist super. Leider, wie bei vielen Geräten ohne Schutzleiter im Stromanschluss, kribbelt es wenn man auf der Metalloberfläche langfährt. Das ist unangenehm. Außerdem ist die Metalloberfläche ein Fingerprint-Magnet allerbester Güte. Hier gilt: nicht anfassen, aus beiden Gründen.

Deshalb leider zurück geschickt. Sorry Thomann.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
5
4
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P
Osmose von Expressive E – große Idee, teilweise schwache Umsetzung
Polyphoniker 20.06.2025
Das Instrument bietet eine beeindruckende neue Art des Spiels und ist klanglich in vielen Bereichen einzigartig. Die Hardware-Tastatur ist hervorragend, Display und die Schriften aber zu klein..

Speziell die Software-Architektur ist (Editor, Presetverwaltung, EaganMatrix-Integration) unausgereift für den, der eigene Presets programmieren will, inkonsistent und schlecht dokumentiert. Selbst einfache Funktionen wie Makrocontroller lassen sich nicht zuverlässig auf das Gerät übertragen. Die Ladezeiten bei Presetwechseln sind set Version 2.x ungewöhnlich lang und durch Workarounds begründet, die auf strukturelle Schwächen hinweisen. Supportanfragen wurden nicht bestätigt oder beantwortet, trotz mehrfacher Versuche.

Fazit: Als expressive Instrument gundsätzlich interessant – aber als Plattform für ernsthafte Klangforschung und eigene Presets im aktuellen Zustand nicht empfehlenswert. Wer nicht ausschließlich fertige Presets spielen will, sollte sich des hohen Frustrationspotentials bewusst sein.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
3
0
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P
Gute Idee, nur halbherzig umgesetzt
PabPD 08.08.2025
Die Idee ist toll. Leider geht auf den letzten Metern der Saft aus. Die Einbindung in die DAW ist meiner Meinung nach nicht zeitgemäß. In Cubase muss man z. B. ein Hardwareinstrument dafür anlegen -- es gibt trotz mehrfachem Austausch mit dem Support keine Möglichkeit, das Gerät einfach über Midi anzusteuern und den Sound dann über das normale Mischpult einzusammeln. Dafür dann extra einen Stereoeingang nutzen zu müssen (!), finde ich nicht wirklich gut -- auch wenn das bei mir mit etwas Mühe darstellbar war. Die Tastatur ist ein bisschen klapprig und darin auch laut. Das stört mich beim Versuch, nuancierter zu spielen, was ja im Gegenzug die ganze Idee ist. Die Menüführung am Gerät ist sehr sperrig und für meine Gewohnheiten zu aufwändig. Die Einarbeitungszeit ist hoch, aber das betrachte ich nicht als Nachteil. Bei guten Konzepten nehme ich das gerne hin. Ich behalte das Instrument, aber ich hatte mir doch mehr erhofft. Andererseits ist der Zugriff auf ein durchdachtes MPE an der einen oder anderen Stelle den Aufwand wert. So hat man vielleicht etwas in der Bugwelle vor dem Standard ein paar Ausdrucksmöglichkeiten ein bisschen früher im Zugriff. Sie Soundengine ist gut, und diejenigen, die das im Studio einsetzen werden vermutlich noch umfänglich Software dazu kaufen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
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Expressive E Osmose