Ich habe diesen Fender Standard P-Bass ursprünglich als preiswerte Alternative zu einem Eigenbau-Projekt gekauft und bin mehr als positiv überrascht. Wer den klassischen "P-Bass-Growl" sucht, wird hier fündig.
Verarbeitung & Haptik:
Der Pappel-Korpus macht das Instrument angenehm leicht, was besonders bei längeren Sessions ein Segen ist. Entgegen mancher Vorurteile gegenüber Pappel ist die Resonanz absolut solide. Der Hals mit dem Satin-Finish spielt sich richtig komfortabel und modern. Ein kleiner Abzug in der B-Note: Die Mechaniken wirken etwas filigran, arbeiten aber bisher präzise und stimmstabil.
Sound:
Der Output ist kräftig und voluminös. Er liefert exakt diesen vokalen Charakterton, den manche als Mitten-„Nase“ bezeichnen. Das macht einen Precision im Mix sehr gut handlebar. Für meine Recording-Zwecke ist der Bass perfekt: Einstecken, Pegeln, fertig – man muss kaum am EQ regeln, der Sound sitzt sofort im Mix.
Upgrade-Tipp:
Ich habe den Bass direkt mit Thomastik-Infeld Flatwounds bestückt. In dieser Kombination kommt Vintage-Feeling auf. Man hört ihn bei entsprechender Spieltechnik schon etwas den Geist von James Jamerson und Nate Watts atmen (bin mal gespannt wie sich das in zwei drei Jahren ohne Saitenwechsel anhört).
Fazit:
Man bekommt hier viel Fender für faires Geld. Es ist kein „Squier mit anderem Logo“, sondern ein eigenständiges, sehr gut bespielbares und für viele Zwecke super einsetzbares Arbeitstier. Nicht nur für Anfänger und Hobbybassisten! Klare Kaufempfehlung für alle, die ein solides Fundament ohne Schnickschnack suchen.