Ich hab drei 500er Frames getestet. Das Midas Legend L10, das Lindell Audio 510 Power MKII und dieses hier. Das Lindell ist geblieben, die beiden anderen sind zurückgegangen.
Das Fredenstein ist ganz ok verarbeitet, allerdings nicht so solide wie das Lindell. Der größte Schwachpunkt ist sicherlich die Modulbefestigung, bei der die Schrauben lediglich ins Frontblech geschraubt werden. Das wird meiner Meinung nach nicht lange gutgehen und die Schrauben schon bald nicht mehr greifen. Das ist aber leider in dem Preisbereich normal.
Von den Features her gefiel es mir sehr gut. Hinten die Möglichkeit, Signale direkt weiterzuleiten und die Kompressoren zu verlinken. Die zusätzlichen Audioaus- und Eingänge konnte ich nicht testen, da sie laut Manual nur für Module mit entsprechender Ausstattung funktionieren. Das ist schade, denn ich hätte gehofft, dass man hier das Audiosignal zusätzlich abgreifen kann.
Die Abhörfunktion mittels Kopfhörer war für mich einer der Gründe, warum ich das Gerät testen wollte. In der Theorie klingt das toll, aber leider hat es für mich nicht funktioniert. Wie bereits in einer anderen Bewertung beschrieben, klackern die Nadeln der Lautstärkeanzeige so dermaßen laut, dass sie im Raum klar hörbar sind. Will ich beispielsweise im gleichen Raum eine Stimme aufnehmen, wäre das auf der Aufnahme hörbar. Und da diese Anzeige nur auf einen anderen Slot geschaltet, aber nie ganz ausgeschaltet werden kann, klackert es fröhlich vor sich hin. Auch beim Mischen würde es mich persönlich sehr nerven.
Abgesehen davon konnte ich diese Abhörfunktion mit meinen Kopfhörern (Beyerdynamic DT 770 Pro 250 Ohm) nicht wirklich nutzen, weil das Signal einfach viel zu leise war, selbst bei voll aufgedrehter Lautstärke. Mit einem anderen Kopfhörer wäre es vermutlich gegangen, aber ich nutze nun mal am liebsten den 770er. So war dieses Gimmick dann nicht wirklich sinnvoll, nahm aber Platz weg.
Das größte Problem war für mich allerdings, dass das interne Netzteil stark eingestreut hat, wenn ich ein Modul im Slot ganz rechts montiert habe. Davon waren besonders die Module mit Übertragern betroffen. Diese waren defacto nicht nutzbar. Natürlich könnte man nun die Module anders anordnen, aber ich möchte meinen Workflow nicht an die Technik anpassen, sondern es soll umgekehrt sein.
Unterm Strich ist das Gerät preiswert, hat allerdings Schwächen, die ich so nicht akzeptieren wollte, weshalb ich lieber etwas mehr Geld für ein höherwertiges Gerät ausgegeben habe.