Als Gigbag auch zum Transport eines J-Basses gedacht, für gelegentlichen Transport eines nicht zu teuren Instrumentes ausreichend, aber
Zum Handling:
Mein Sire V3 passt gut hinein, allerdings ist der Klettverschluss für die Halshalterung recht weit, dadurch kann der Hals doch ganz schön rumwackeln, dennoch ist so eine Halsstütze sicher besser als gar keine. Mit den Griffen lässt sich der Gigbag angenehm tragen und auch die Rucksackgurte tuen ihren Dienst.
Zur Verarbeitung:
Der Gigbag macht einen hochwertigen Eindruck, fester Stoff und eine angemessene Polsterung. Die Front und Rückenfläche sind deutlich steifer gepolstert als die Seiten ("Zargen"), diese sind leider ziemlich dünn und bieten weniger Schutz, wobei an den Seiten sicher auch weniger Druck lastet. Die angebrachten Taschen sind geräumig und die Reißverschlüsse machen auch einen soliden Eindruck. (Hatte bei einem Gewa-Gitarrenkoffer mit rundumlaufenden Reißverschluss schlechte Erfahrungen gemacht, dieser hier wirkt aber deutlich robuster)
Zur Halshalterung siehe oben, nicht so wirksam wie erhofft.
Die angebrachte "Bodenplatte" ist auch eher ein dünner Kunstsoff, schützt nicht mehr als der so schon weniger gepolsterte Zargenstoff, schützt aber wohl vor etwas Nässe auf dem Untergrund.
Update: nach ein paar Jahren hat der Gurtpin unten die Polsterung ganz schön eingedrückt/verschlissen, jetzt steht der Bass quasi fast ungepolstern auf dem Pin - nicht so gut. Leider ist das ein Problem von vielen Gigbags, da muss man ggf. mehr für z.B. Ritter Arosa mit verstärkter Polsterung unten investieren.
Fazit:
Insgesamt bin ich zufrieden, für den Preis kann man nicht meckern und ich weiß meinen Every-day-Bass ausreichend geschützt.
UPDATE: habe mir für das Ausgehen einen besseren Ritter-Gigbag geholt, nutze diesen eigentlich nur noch als Ersatz/Staubschutz für drinnen, da v.a. die Polsterung unten quasi nicht mehr vorhanden ist.
Für deutlich teurere Instrumente kann man aber ruhig noch ein paar Euro mehr in ein formstabiles Gigbag oder einen Koffer investieren.