Beim Auspacken des Gewa Carbon-Bogens fiel direkt auf, dass viele Haare gerissen waren – ein getrübter erster Eindruck.
Auch beim intensiven Ausprobieren zeigten sich Schwächen: Schlechte Ansprache an der Spitze, generell weniger Resonanz / Klangübertragung und auf D-Saite nasaler Klang. Andere Bögen verhielten sich hier deutlich besser – insbesondere der Viennabow VB6021 Carbon.
Genial ist allerdings die Holzoptik – passt farblich viel besser zum Cello, als die typisch schwarzen Carbon-Bögen. Und auch der Preis von 99€ kann ein Argument sein, den GEWA-Bogen mal auszuprobieren und zu schauen, wie er sich mit dem eigenen Instrument verhält.
Mein Tipp: Nehmt Euch Zeit, um mehrere Bögen parallel auszuprobieren, und sortiert nach und nach diejenigen aus, an denen Euch Nachteile auffallen. Auf eine gleichmäßige und wohldosierte Kolophonierung muss man natürlich achten. Das ist ein toller Service von Thomann, dass man die Produkte 30 Tage lang testen kann. Vielen Dank!