Sound:
Mit der Fusion III bin ich in die Welt der E-Gitarre eingestiegen, nachdem ich bis dahin rein akustisch unterwegs war. Sie kann sowohl LP als auch Tele sehr gut imitieren (Strat habe ich bisher nicht intensiv genug gespielt, um es zu kommentieren) - nicht zuletzt dank splitbarem Bridge-Humbucker. Die Stärken liegen trotzdem eher im Bereich Country, Rock, Funk und weniger im Blues. Aber das ist auch viel Geschmacksache. Insgesamt Sound-technisch sehr flexibel.
Material:
Das Material und die Verarbeitung sind einwandfrei. Zum Holz kann ich zwar mangels Fachwissen nichts sagen, aber die Mechaniken, Bünde, Tremolo, Knöpfe ... sind durchweg hochwertig (viel Edelstahl). Die Stimmung wird sehr zuverlässig gehalten. Auch bei mäßigem Tremolo-Einsatz ist so schnell kein Nachstimmen nötig. Hier helfen sicherlich die Saiten-Niederhalter - die sind für mich ein echtes kleines Highlight.
Optik:
Zur Optik weise ich nur auf eines hin: der Lack ist nicht weiß! Er hat einen dezenten Mint-Stich. Das fällt für sich genommen nicht auf, vor einer weißen Wand allerdings sehr. Ansonsten ein schönes, schlichtes Gesamtbild.
Fazit:
Für eine Einsteiger-Gitarre nicht mehr ganz günstig. Aber dafür bekommt man direkt eine Menge Flexibilität in sehr guter Qualität. Ich habe vor dem Kauf einige Modelle dieser Preisklasse von namhaften Herstellern getestet. Die konnten alle nicht überzeugen. Vor allem in Sachen Material und Verarbeitung hängt die Fusion III die Konkurrenz mühelos ab. Und auch nach 2 Jahren macht die Gitarre noch großen Spaß (hoffentlich noch viel länger).