Ich bin ein bisschen voreingenommen, da allein der Gedanke an Klappnotenständer dunkle Kindheitserinnerungen an geklemmte Finger, lose Schrauben und Ratlosigkeit beim Auf- und Abbauen weckt. Vielleicht habe ich mir deswegen in letzter Zeit nur Pultnotenständer gekauft.
Da meine Tochter für ihre beginnende musikalische Karriere nun allerdings einen leicht zu transportierenden Notenständer brauchte, führte kein Weg daran vorbei, einen Klappnotenständer zu besorgen. Es sollte gerade vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen ein solides Teil mit festem Stand sein. Ich habe schon unzählige Keyboardständer, Notenständer, Mikrofonständer, Klavierhocker u.s.w. von K&M und meinem Fundus und habe immer gute Erfahrungen mit der Stabilität und Zweckmäßigkeit gemacht - da fiel die Wahl also recht leicht. Zuhause ausgepackt hielt der Ständer auch den hohen Erwartungen stand. Klar, das Patent mit dem Auf- und Zuklappen der Notenablage ist noch das gleiche, aber meine Tochter hat nach dreimaligem Auf- und Abbau offiziell den Klappnotenständerführerschein erhalten und wird die Klapptechnik hoffentlich auch im entscheidenden Augenblick wieder parat haben (ist wahrscheinlich wie Fahrradfahren). Notfalls liegt natürlich auch eine bebilderte Anleitung bei.
Der Ständer steht stabil und in den Gelenken wackelt nichts. Er macht einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Die Schrauben sind leicht drehbar und packen gut zu. Hier muss nichts bis zum Anschlag ins Gewinde gequält werden, um die nötige Festigkeit zu erhalten. Die beiliegende Tasche schützt den Ständer sehr gut und verhindert beim Transport, dass irgendetwas vom übrigen Equipment durch die Metallteile vermackt wird.
Fazit: Habe meine Klappnotenständerphobie überwunden und der musikalische Nachwuchs ist glücklich.