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Edles NI-Keyboard-"Flaggschiff" macht es Musikproduzenten einfach
Ich hatte jahrelang den Vorvorgänger bei mir im Studio, das S25 Mk1. Das hat richtig gute Dienste geleistet, wurde aber leider wie ich finde zu früh (zum Ende des dritten Quartals 2023) abgekündigt vom NI-Support her (dazu unten mehr). Umso gespannter war ich beim S49 Mk3. Vorneweg: Alles das, was die erste Generation konnte, scheint auch die dritte gut bis sehr gut zu bewältigen. Meiner Meinung nach ein tolles Produkt!
Das Keyboard sieht edel aus, wirkt sehr stabil und gut verarbeitet. Die metallenen Drehregler sind noch besser als die schon sehr stabilen z.B. bei anderer NI-Hardware z.B. bei der Maschine Mk3, die auch besitze. Die Plastik-Tasten vom S49 sind ebenfalls sehr robust und gut zu bedienen - durchaus eine Verbesserung zu den weichen, gummiartigen der Mk1-Keyboard-Generation, vielleicht sogar einen Tick zu harter Widerstand beim häufigen Drücken, aber das ist wohl Geschmacksache. Die je nach Betriebsmodus bunte Beleuchtung der Keyboard-Tasten wirkt stimmig, das große Display lässt ebenfalls keine Wünsche offen für schnelles Arbeiten mit NKS-Produkten.
Die Fatar-Klaviatur ist exzellent und für meine Arbeit in meinem Heimstudio unerlässlich. Kein Vergleich zu irgendwelchen NoName-Billig-Keyboards, die ich auch vielfach mal durchprobiert habe in meiner "Produzentenkarriere". Man sollte die Musik beim Spielen schon haptisch spüren können, und das kann das S49 sehr gut.
Die Integration in die DAW, Studio One in meinem Fall, funktioniert nahtlos, ebenso die in Komplete Kontrol. Gleiches gilt für das erfolgreiche Zusammenspiel mit Maschine.
Lobenswert sind die diversen Software-Plugins als Dreingaben.
Kleine Mankos gibt es dennoch: das Keyboard ist grenzwertig groß, es ist im Vergleich zum Mk1 klar "angewachsen". Zudem ist der stolze Preis bedenklich. Außerdem sollte NI den Support für die S-Serie länger halten als beim Mk1.
Thomann hat mich zudem hervorragend geduldig beraten vor dem Kauf und alle meine neugierigen Mails rund um Anschlüsse etc umfassend beantwortet.
Das Keyboard sieht edel aus, wirkt sehr stabil und gut verarbeitet. Die metallenen Drehregler sind noch besser als die schon sehr stabilen z.B. bei anderer NI-Hardware z.B. bei der Maschine Mk3, die auch besitze. Die Plastik-Tasten vom S49 sind ebenfalls sehr robust und gut zu bedienen - durchaus eine Verbesserung zu den weichen, gummiartigen der Mk1-Keyboard-Generation, vielleicht sogar einen Tick zu harter Widerstand beim häufigen Drücken, aber das ist wohl Geschmacksache. Die je nach Betriebsmodus bunte Beleuchtung der Keyboard-Tasten wirkt stimmig, das große Display lässt ebenfalls keine Wünsche offen für schnelles Arbeiten mit NKS-Produkten.
Die Fatar-Klaviatur ist exzellent und für meine Arbeit in meinem Heimstudio unerlässlich. Kein Vergleich zu irgendwelchen NoName-Billig-Keyboards, die ich auch vielfach mal durchprobiert habe in meiner "Produzentenkarriere". Man sollte die Musik beim Spielen schon haptisch spüren können, und das kann das S49 sehr gut.
Die Integration in die DAW, Studio One in meinem Fall, funktioniert nahtlos, ebenso die in Komplete Kontrol. Gleiches gilt für das erfolgreiche Zusammenspiel mit Maschine.
Lobenswert sind die diversen Software-Plugins als Dreingaben.
Kleine Mankos gibt es dennoch: das Keyboard ist grenzwertig groß, es ist im Vergleich zum Mk1 klar "angewachsen". Zudem ist der stolze Preis bedenklich. Außerdem sollte NI den Support für die S-Serie länger halten als beim Mk1.
Thomann hat mich zudem hervorragend geduldig beraten vor dem Kauf und alle meine neugierigen Mails rund um Anschlüsse etc umfassend beantwortet.
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Hardware top, Software und Support leider (immer noch) problematisch
Nachdem ich das Keyboard nun 2 Wochen in Benutzung habe, bin ich leider immer sehr zwiegespalten, was ich vom Gesamtpaket halten soll.
Die Hardware ist sehr gefällig, die Verarbeitungsqualität ist hochwertig, die Bedienung geht gut von der Hand, die Qualität der Tastatur ist für mich als Nicht-Pianisten mehr als ausreichend.
Was mich allerdings immer mehr ärgert, ist das Zusammenspiel mit der entsprechenden Software. Während die direkte Integration in Kontakt und in mittlerweile viele gängige DAWs recht gut funktioniert, hapert es an anderen Ecken ganz gewaltig:
Dreh- und Angelpunkt des NI-Universums für nicht-Kontakt-Instrumente ist immer noch Komplete Kontrol. Hier werden unverständlicherweise bei der Installation und späteren Suchläufen nur ein Bruchteil meiner vorhandenen Plugins überhaupt gefunden und sind damit spielbar (eigentlich nur bisher nur Arturia V Collection). Andere Plugins mit angeblichem NKS-Support (Eastwest OPUS, Orchestral Tools SINE und selbst NI-eigene Programme wie Massiv u.a.) werden entweder gar nicht erst gefunden oder das VST3 kann nicht geladen werden.
Ich weiss nicht, wie viele Stunden ich mich schon durchs Netz gewühlt habe und wie viele Ansätze (Anpassung der Pfade, Reset der Komplete-Datenbank, Rosetta-Mode etc.) ich schon erfolglos probiert habe. Es ist auch nicht nachvollziehbar, ob es sich um ein spezifisches Problem auf Apple Siicon-Rechnern handelt. Das Programm bleibt in diesem Zustand leider kaum benutzbar, es sei denn, man legt selber Hand an und baut sich in mühevoller Kleinarbeit eigene MIDI Templates. Das kann allerdings auch nicht der Sinn der Sache sein.
Der nächste schwere Kritikpunkt betrifft den NI-Support:
Mit dem Keyboard gibt es u.a. einen Voucher für ein Komplete 15-Select-Paket. Dieser Voucher hat bei mir leider nicht funktioniert. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass NI zwecks Support weder über Telefon noch via Mail direkt erreichbar ist. Stattdessen gibt es nur noch einen stark verbesserungswürdigen Chatbot, dem ich über eine halbe Stunde erst einmal erklären musste, was das Problem ist. Es konnte schließlich ein Support-Ticket eröffnet werden, auf das nach einer Woche (!) endlich eine Reaktion erfolgte. Angeblich funktioniere der Voucher und falls nicht, solle ich eine Screenshot schicken. Langsam komme ich mir da ein bisschen veräppelt vor, da genau ein solcher Screenshot bereits Teil des ursprünglichen Tickets gewesen ist. Ich bin gespannt, ob es jetzt wieder eine Woche dauert, bis auf die erneute Einsendung reagiert wird.
Unter dem Strich bin ich aus diesen Gründen ein bisschen enttäuscht und wäre nicht wenigstens die funktionierende Kontakt- und Cubase-Integration, würde das Keyboard zurückgehen.
Die Hardware ist sehr gefällig, die Verarbeitungsqualität ist hochwertig, die Bedienung geht gut von der Hand, die Qualität der Tastatur ist für mich als Nicht-Pianisten mehr als ausreichend.
Was mich allerdings immer mehr ärgert, ist das Zusammenspiel mit der entsprechenden Software. Während die direkte Integration in Kontakt und in mittlerweile viele gängige DAWs recht gut funktioniert, hapert es an anderen Ecken ganz gewaltig:
Dreh- und Angelpunkt des NI-Universums für nicht-Kontakt-Instrumente ist immer noch Komplete Kontrol. Hier werden unverständlicherweise bei der Installation und späteren Suchläufen nur ein Bruchteil meiner vorhandenen Plugins überhaupt gefunden und sind damit spielbar (eigentlich nur bisher nur Arturia V Collection). Andere Plugins mit angeblichem NKS-Support (Eastwest OPUS, Orchestral Tools SINE und selbst NI-eigene Programme wie Massiv u.a.) werden entweder gar nicht erst gefunden oder das VST3 kann nicht geladen werden.
Ich weiss nicht, wie viele Stunden ich mich schon durchs Netz gewühlt habe und wie viele Ansätze (Anpassung der Pfade, Reset der Komplete-Datenbank, Rosetta-Mode etc.) ich schon erfolglos probiert habe. Es ist auch nicht nachvollziehbar, ob es sich um ein spezifisches Problem auf Apple Siicon-Rechnern handelt. Das Programm bleibt in diesem Zustand leider kaum benutzbar, es sei denn, man legt selber Hand an und baut sich in mühevoller Kleinarbeit eigene MIDI Templates. Das kann allerdings auch nicht der Sinn der Sache sein.
Der nächste schwere Kritikpunkt betrifft den NI-Support:
Mit dem Keyboard gibt es u.a. einen Voucher für ein Komplete 15-Select-Paket. Dieser Voucher hat bei mir leider nicht funktioniert. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass NI zwecks Support weder über Telefon noch via Mail direkt erreichbar ist. Stattdessen gibt es nur noch einen stark verbesserungswürdigen Chatbot, dem ich über eine halbe Stunde erst einmal erklären musste, was das Problem ist. Es konnte schließlich ein Support-Ticket eröffnet werden, auf das nach einer Woche (!) endlich eine Reaktion erfolgte. Angeblich funktioniere der Voucher und falls nicht, solle ich eine Screenshot schicken. Langsam komme ich mir da ein bisschen veräppelt vor, da genau ein solcher Screenshot bereits Teil des ursprünglichen Tickets gewesen ist. Ich bin gespannt, ob es jetzt wieder eine Woche dauert, bis auf die erneute Einsendung reagiert wird.
Unter dem Strich bin ich aus diesen Gründen ein bisschen enttäuscht und wäre nicht wenigstens die funktionierende Kontakt- und Cubase-Integration, würde das Keyboard zurückgehen.
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