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Poti-Satz mit X
Vorab; ich bin Hardcore-Nutzer der Vorgänger, sowohl des (sträflich vernachlässigte) kleine Launch Control als auch des grösseren XL (inzwischen beider Generationen). Aber das hier sind dann doch ein paar Sprünge in alle Richtungen zu viel.
Erstens; die Encoder – wie hier schon angemerkt viel zu langsam, Leute im Club gehen heim bevor man mit der Filterfahrt fertig wird. Ändern lässt sich das (anders als bei den Launchkey MK4s) nicht (wobei bei denen auch der 7bit-Mode zu langsam ist).
Aber viel schlimmer: Keine Abholfunktionen jenseits der (nicht gerade idealen) DAW-Templates, selbst im Custom-Mapping innerhalb einer eigentlich bidirektional fähigen Software verhalten sich die Encoder wie (sehr schwergängige) Potis. Das Werte-Raten anhand einer helleren oder dunkleren LED rundet das nur noch ab.
Zweitens; mir ist schon klar, dass man hier vielen Menschen entgegen kommt. Solo und Mute gleichzeitig anwenden zu können ist hervorragend beim Mischen.
Aber dann folgt halt statt der bisher bewährten Pan/Device-Umschaltung ein kompletter Modus-Switch (Daw Control / Daw Mixer), womit man statt Sends/Pan nun Device/Transport im Zugriff hat. Insbesondere Transport in der dritten Reihe, wo man wegen zu eng stehender Encoder ständig versehentlich reingreift... ein No Go! Und ohne Python-Hacking des Ableton-Scripts geht da nichts, wenn man den alten Workflow übernehmen will oder einfach gerne Sends und Devices gleichzeitig bedienen würde. Unnötige Verschlimmbesserung, andere werden es als Upgrade werten, aber die fehlende Option macht das Gerät für meinen Workflow unbrauchbar.
Standalone (zumindest beim Ausprobieren) dafür hervorragend; Components lässt (inzwischen) einiges an Optionen zu, 15 Speicherplätze für Custom-Mappings reichen für die meisten Zwecke aus, DIN-Buchsen sind vorhanden, das Display ist praktisch und dass die Encoder sich wie Potis verhalten stört da auch etwas weniger.
Aber trotzdem: Das "MK3" im Namen ist eigentlich eine Mogelpackung. Die MK3-Launch-Serie hatte einfach keinen Control-Konterpart, dabei wäre so einer mit deren Potis und einem leicht optimierten XL2-Workflow wirklich der Gewinner gewesen. So hingegen hat man einen verkappten MK4, der sich wunderbar in die MK4-Serie einreiht, mitsamt all derer Probleme.
Für MK1/MK2/MK3-Nutzer ein Umstiegsdebakel, für alle anderen vielleicht das Gerät ihrer Träume. Schlecht ist es ja nicht, es ist einfach nur sehr anders.
Erstens; die Encoder – wie hier schon angemerkt viel zu langsam, Leute im Club gehen heim bevor man mit der Filterfahrt fertig wird. Ändern lässt sich das (anders als bei den Launchkey MK4s) nicht (wobei bei denen auch der 7bit-Mode zu langsam ist).
Aber viel schlimmer: Keine Abholfunktionen jenseits der (nicht gerade idealen) DAW-Templates, selbst im Custom-Mapping innerhalb einer eigentlich bidirektional fähigen Software verhalten sich die Encoder wie (sehr schwergängige) Potis. Das Werte-Raten anhand einer helleren oder dunkleren LED rundet das nur noch ab.
Zweitens; mir ist schon klar, dass man hier vielen Menschen entgegen kommt. Solo und Mute gleichzeitig anwenden zu können ist hervorragend beim Mischen.
Aber dann folgt halt statt der bisher bewährten Pan/Device-Umschaltung ein kompletter Modus-Switch (Daw Control / Daw Mixer), womit man statt Sends/Pan nun Device/Transport im Zugriff hat. Insbesondere Transport in der dritten Reihe, wo man wegen zu eng stehender Encoder ständig versehentlich reingreift... ein No Go! Und ohne Python-Hacking des Ableton-Scripts geht da nichts, wenn man den alten Workflow übernehmen will oder einfach gerne Sends und Devices gleichzeitig bedienen würde. Unnötige Verschlimmbesserung, andere werden es als Upgrade werten, aber die fehlende Option macht das Gerät für meinen Workflow unbrauchbar.
Standalone (zumindest beim Ausprobieren) dafür hervorragend; Components lässt (inzwischen) einiges an Optionen zu, 15 Speicherplätze für Custom-Mappings reichen für die meisten Zwecke aus, DIN-Buchsen sind vorhanden, das Display ist praktisch und dass die Encoder sich wie Potis verhalten stört da auch etwas weniger.
Aber trotzdem: Das "MK3" im Namen ist eigentlich eine Mogelpackung. Die MK3-Launch-Serie hatte einfach keinen Control-Konterpart, dabei wäre so einer mit deren Potis und einem leicht optimierten XL2-Workflow wirklich der Gewinner gewesen. So hingegen hat man einen verkappten MK4, der sich wunderbar in die MK4-Serie einreiht, mitsamt all derer Probleme.
Für MK1/MK2/MK3-Nutzer ein Umstiegsdebakel, für alle anderen vielleicht das Gerät ihrer Träume. Schlecht ist es ja nicht, es ist einfach nur sehr anders.
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M
Das Problem mit den Encodern im Detail
Wer liest, dass der Launch Control XL 3 endlich mit Endlos-Encodern (statt der starren Potis des MK2) ausgestattet ist, erwartet absolute Flexibilität: Endlose Drehung, relative MIDI-CCs (Increment/Decrement), automatisches Abholen von Werten ohne Wertsprünge – genau das, was man für Sounddesign, Live-Sets oder komplexe DAW-Mappings braucht.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein deutlicher Haken:
Eingeschränkter Custom Mode: Im benutzerdefinierten Modus senden die Encoder im Standard-Custom-Mode oft nur absolute MIDI-Werte (0–127).
14-Bit / 65k Modus hilft nur bedingt: Selbst wenn man hochauflösende Werte nutzt, verhält sich der Encoder softwareseitig wie ein Poti mit festem Anschlag. Dreht man am Regler, springt der Parameter in der DAW/Hardware auf den aktuellen Wert des Controllers, anstatt relativ ab dem bestehenden Wert weiterzudrehen.
Keine echten Relativ-Modi im Standalone/Custom-Set: Anstatt frei wählbare MIDI-Relativ-Protokolle (wie Relative 1, Relative 2, Two's Complement etc.) in Novation Components bereitzustellen, bleibt man auf starre Wertgrenzen festgelegt. Damit geht der größte Vorteil von Endlos-Encodern außerhalb der nativen DAW-Skripte komplett verloren.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein deutlicher Haken:
Eingeschränkter Custom Mode: Im benutzerdefinierten Modus senden die Encoder im Standard-Custom-Mode oft nur absolute MIDI-Werte (0–127).
14-Bit / 65k Modus hilft nur bedingt: Selbst wenn man hochauflösende Werte nutzt, verhält sich der Encoder softwareseitig wie ein Poti mit festem Anschlag. Dreht man am Regler, springt der Parameter in der DAW/Hardware auf den aktuellen Wert des Controllers, anstatt relativ ab dem bestehenden Wert weiterzudrehen.
Keine echten Relativ-Modi im Standalone/Custom-Set: Anstatt frei wählbare MIDI-Relativ-Protokolle (wie Relative 1, Relative 2, Two's Complement etc.) in Novation Components bereitzustellen, bleibt man auf starre Wertgrenzen festgelegt. Damit geht der größte Vorteil von Endlos-Encodern außerhalb der nativen DAW-Skripte komplett verloren.
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