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Eine grüne Banane und eingebautes Meer
Wird dieses Bananenprodukt noch beim Kunden reifen? Also durch Firmware-Updates? Man weiß es nicht. Ein folgt Verriss…
Juhuu, endlich ein Flow8 mit Motorfadern! Doch wozu? Channel Link, okay. Und Scene Recall. Aber ein Sends-on-Fader gibt es nicht. Und die Fader bewegen sich doch seeehr gemütlich.
Genauso wenig wie es Sends-on-Fader gibt, gibt es andere Layers. Bluetooth und USB-Eingänge existieren, deren Lautstärke kann aber nur über das Display geregelt werden. Immerhin, dort herrscht Touch+Turn mit dem Encoder vor, das ist gut.
Der Klang an sich, da fällt als erstes auf, wie ich ein Telefunken M80 anstöpsle: Die Preamps gehen nur bis 45dB Gain, und das M80 mag schon auch so um die 40dB, und dann rauscht es merklich. Weiter mag ich gar nicht testen.
Die EQs sind am Gerät eher furchtbar zu bedienen. In der App ist das deutlich einfacher… aber das Mischerlein reagiert mit bis zu einer Sekunde Latenz auf die App, was den EQ angeht, was ein Firmware-Update beheben soll, aber: Siehe unten
Mute Buttons gibt es auch nicht, da müsste man über langes Halten der Select-Buttons ggf. nachrüsten.
Mein Use Case wäre ja primär gewesen: Eine einfach zu bedienende Lösung für Leute, die 1 Ansagenmikrofon und etwas Dosenmusik mit zwei Aktivboxen verbinden wollen. Denen hätte man das vorkonfiguriert, in eine Tüte gepackt, und mitgegeben. Doch da es ja keine Regler gibt, ist die Bedienung der Dosenmusik eben nicht intuitiv. Ein Mic mit mehr Output wäre ja noch gegangen an den Gurken-Preamps.
Als Stromzufuhr wäre eine mit dem Gehäuse verschraubte Hohlstecker-Buchse laientauglicher als USB-C mit einem 3A-Netzteil. Für die Datenverbindung wäre ein altmodischer USB-B-Stöpsel mechanisch sicherer gewesen.
Das USB-Audio ist nur 2×2, also für Recording taugt dieses Mischerchen nicht nur wegen der rauschigen Preamps nix. Aber immerhin, unter Linux mit Pipewire spielt es sofort mit. Windows 10 ebenfalls plug&play.
Die App läuft auch auf etwas älterem IOS, auf Android und auf Windows. Leider nicht auf macOS und nicht im Wine unter Linux. Firmware-Updates sind auch nur mittels Windows-Computer möglich, und da muss erstmal ein komischer Treiber installiert werden dafür, und dann muss man erraten, welche Datei mit DSP-Firmware man ins Gerät hochladen darf mit dem Tool.
Die GUI-Firmware kann man bei früher installierter Version nur updaten, indem man die Garantie abgibt… das Gerät muss laut Anleitung der Software an der Seite aufgeschraubt werden, wo sich versteckte Schalter und ein weiterer USB-C-Port hinter der Abdeckung befinden. Bei späteren Versionen ist das Manöver nicht mehr notwendig, dort gibt man in der Mixer-Oberfläche an passender Stelle das Passwort 123456 ein und startet den Mixer neu.
Das habe ich gemacht. Seitdem wartet er auf sein Update, das die Windows-Software aber nicht durchführt, weil sie keinen Mixer findet.
Sonst macht der Mixer jetzt nix mehr, also auch nicht mixen oder irgendwas auf dem Display anzeigen. So neu und doch schon so tot. Schade. Mal sehen, wie wir beide da nun wieder rauskommen wollen, der Mixer und ich.
Das Update versprach immerhin, die fast 1-sekündige Verzögerung zwischen App-Input und Realität im Mixer zu beseitigen… es hätte sich also gelohnt. Übrigens merkt die App nicht, wenn der Mixer ausgeschaltet wird und tut einfach so, als wär nix.
Gibt's auch gute Haare in dieser Suppe? Ja. Die App ist übersichtlich und ganz gut zu bedienen. WLAN ist eingebaut im Mischer. Die Verarbeitung wirkt recht solide, bis auf die Fußschalter- und USB-C-Buchsen ist alles verschraubt. Das Gerät ist angenehm kompakt. Das Gerät hat zwar keine Netzwerkbuchse, kann sich aber offenbar in vorhandene WLANs einbuchen. Die Phantomspeisung ist pro Kanal schaltbar.
Erstes Fazit: Ohjee! Bis auf die Preamps ließen sich alle Defizite per Software-Update beheben. Aber wird Proel liefern? Das weiß man nicht. Und gerade geht gar nix mehr. Also das sieht stark nach Rücksendung aus.
Zum genau gleichen Preis gibt es im Moment das analoge Mackie Onyx8 mit Mehrkanal-USB-Interface, Bluetooth direkt eingebaut und sogar mit integriertem Netzteil. Klar, fernsteuerbar ist das nicht, es hat nur einfache EQs… aber es ist auch nahezu idiotensicher und alle Buchsen sind 100% verschraubt und es gibt Regler direkt auf der Oberfläche für die USB- und Bluetooth-Eingänge.
Hoffentlich wird diese Review in einiger Zeit historisch sein, da der Hersteller nachgearbeitet hat.
Nachtrag: Nach erfolgreicher Reanimation der GUI erfolgte weiteres Testen… dabei störte das Rauschen der Preamps dann doch zu sehr und leider scheint auch die DSP-Abteilung noch Probleme zu haben, der EQ führte zu hörbarem Klicken (wohl zu wenig Prozessorleistung), was dann aber auch wieder verschwand, aber mein Vertrauen soweit beschädigte, dass ich mich zur Rücksendung entschied.
Juhuu, endlich ein Flow8 mit Motorfadern! Doch wozu? Channel Link, okay. Und Scene Recall. Aber ein Sends-on-Fader gibt es nicht. Und die Fader bewegen sich doch seeehr gemütlich.
Genauso wenig wie es Sends-on-Fader gibt, gibt es andere Layers. Bluetooth und USB-Eingänge existieren, deren Lautstärke kann aber nur über das Display geregelt werden. Immerhin, dort herrscht Touch+Turn mit dem Encoder vor, das ist gut.
Der Klang an sich, da fällt als erstes auf, wie ich ein Telefunken M80 anstöpsle: Die Preamps gehen nur bis 45dB Gain, und das M80 mag schon auch so um die 40dB, und dann rauscht es merklich. Weiter mag ich gar nicht testen.
Die EQs sind am Gerät eher furchtbar zu bedienen. In der App ist das deutlich einfacher… aber das Mischerlein reagiert mit bis zu einer Sekunde Latenz auf die App, was den EQ angeht, was ein Firmware-Update beheben soll, aber: Siehe unten
Mute Buttons gibt es auch nicht, da müsste man über langes Halten der Select-Buttons ggf. nachrüsten.
Mein Use Case wäre ja primär gewesen: Eine einfach zu bedienende Lösung für Leute, die 1 Ansagenmikrofon und etwas Dosenmusik mit zwei Aktivboxen verbinden wollen. Denen hätte man das vorkonfiguriert, in eine Tüte gepackt, und mitgegeben. Doch da es ja keine Regler gibt, ist die Bedienung der Dosenmusik eben nicht intuitiv. Ein Mic mit mehr Output wäre ja noch gegangen an den Gurken-Preamps.
Als Stromzufuhr wäre eine mit dem Gehäuse verschraubte Hohlstecker-Buchse laientauglicher als USB-C mit einem 3A-Netzteil. Für die Datenverbindung wäre ein altmodischer USB-B-Stöpsel mechanisch sicherer gewesen.
Das USB-Audio ist nur 2×2, also für Recording taugt dieses Mischerchen nicht nur wegen der rauschigen Preamps nix. Aber immerhin, unter Linux mit Pipewire spielt es sofort mit. Windows 10 ebenfalls plug&play.
Die App läuft auch auf etwas älterem IOS, auf Android und auf Windows. Leider nicht auf macOS und nicht im Wine unter Linux. Firmware-Updates sind auch nur mittels Windows-Computer möglich, und da muss erstmal ein komischer Treiber installiert werden dafür, und dann muss man erraten, welche Datei mit DSP-Firmware man ins Gerät hochladen darf mit dem Tool.
Die GUI-Firmware kann man bei früher installierter Version nur updaten, indem man die Garantie abgibt… das Gerät muss laut Anleitung der Software an der Seite aufgeschraubt werden, wo sich versteckte Schalter und ein weiterer USB-C-Port hinter der Abdeckung befinden. Bei späteren Versionen ist das Manöver nicht mehr notwendig, dort gibt man in der Mixer-Oberfläche an passender Stelle das Passwort 123456 ein und startet den Mixer neu.
Das habe ich gemacht. Seitdem wartet er auf sein Update, das die Windows-Software aber nicht durchführt, weil sie keinen Mixer findet.
Sonst macht der Mixer jetzt nix mehr, also auch nicht mixen oder irgendwas auf dem Display anzeigen. So neu und doch schon so tot. Schade. Mal sehen, wie wir beide da nun wieder rauskommen wollen, der Mixer und ich.
Das Update versprach immerhin, die fast 1-sekündige Verzögerung zwischen App-Input und Realität im Mixer zu beseitigen… es hätte sich also gelohnt. Übrigens merkt die App nicht, wenn der Mixer ausgeschaltet wird und tut einfach so, als wär nix.
Gibt's auch gute Haare in dieser Suppe? Ja. Die App ist übersichtlich und ganz gut zu bedienen. WLAN ist eingebaut im Mischer. Die Verarbeitung wirkt recht solide, bis auf die Fußschalter- und USB-C-Buchsen ist alles verschraubt. Das Gerät ist angenehm kompakt. Das Gerät hat zwar keine Netzwerkbuchse, kann sich aber offenbar in vorhandene WLANs einbuchen. Die Phantomspeisung ist pro Kanal schaltbar.
Erstes Fazit: Ohjee! Bis auf die Preamps ließen sich alle Defizite per Software-Update beheben. Aber wird Proel liefern? Das weiß man nicht. Und gerade geht gar nix mehr. Also das sieht stark nach Rücksendung aus.
Zum genau gleichen Preis gibt es im Moment das analoge Mackie Onyx8 mit Mehrkanal-USB-Interface, Bluetooth direkt eingebaut und sogar mit integriertem Netzteil. Klar, fernsteuerbar ist das nicht, es hat nur einfache EQs… aber es ist auch nahezu idiotensicher und alle Buchsen sind 100% verschraubt und es gibt Regler direkt auf der Oberfläche für die USB- und Bluetooth-Eingänge.
Hoffentlich wird diese Review in einiger Zeit historisch sein, da der Hersteller nachgearbeitet hat.
Nachtrag: Nach erfolgreicher Reanimation der GUI erfolgte weiteres Testen… dabei störte das Rauschen der Preamps dann doch zu sehr und leider scheint auch die DSP-Abteilung noch Probleme zu haben, der EQ führte zu hörbarem Klicken (wohl zu wenig Prozessorleistung), was dann aber auch wieder verschwand, aber mein Vertrauen soweit beschädigte, dass ich mich zur Rücksendung entschied.
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u
Naja...
Ich dachte, dass dies ein echter Flow-8-Killer sein könnte, ABER:
- Die Bedienung ist eher 'geht so'. Die Einstellung der AUX-Sends sind echt schlecht umgesetzt. Ebenso die Einstellung des EQ.
- Die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck, aber die Fader fühlen sich billig an.
- Es gibt keinen An-Aus-Schalter.
Zudem (in meinem Fall): Während der ersten 15 Minuten Ausprobieren machte das Gerät plötzlich unaufgefordert ein Reset. Dann ging gar nichts mehr (Display tot, keinerlei Funktionen mehr). In dem Moment hatte ich die Nase voll. Zum Glück gibts Money Back!
- Die Bedienung ist eher 'geht so'. Die Einstellung der AUX-Sends sind echt schlecht umgesetzt. Ebenso die Einstellung des EQ.
- Die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck, aber die Fader fühlen sich billig an.
- Es gibt keinen An-Aus-Schalter.
Zudem (in meinem Fall): Während der ersten 15 Minuten Ausprobieren machte das Gerät plötzlich unaufgefordert ein Reset. Dann ging gar nichts mehr (Display tot, keinerlei Funktionen mehr). In dem Moment hatte ich die Nase voll. Zum Glück gibts Money Back!
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