Die Rezension habe ich überarbeitet, denn nun merkt sich nach dem Firmware-Update das Gerät keine Einstellungen mehr nach dem Ausschalten. Der Support von Thomann kann da natürlich nicht helfen, das liegt am chinesischen Hersteller. Ich beginne mit den Features die nicht funktionieren, anschließend folgt mein originaler Bewertungstext.
Man kann am Gerät keine MIDI-Channels einstellen oder die Controllerdaten umschalten, wer Aftertouch auf den Drehregler beleben will, benötigt die Software und zwingend einen Mac. Das ging bis zum Firmware-Update, seitdem vergisst das Gerät die Einstellungen nach dem Ausschalten, warum auch immer. Die MIDI-Latenz wurde schon angesprochen, das kann ein Problem sein, muss es aber nicht. Unter Windows ist das MiniKey 25 nicht drahtlos nutzbar, ob Korg BLE-MIDI-Treiber oder andere Lösungen, einfach ist es nicht. Im Windows Store gibt es hier eine App namens BLE-MIDI, die benötigt allerdings Virtual MIDI und da ist jedes Kabel einfacher. Die Kompatibilität wurde auch unter Windows 11 25h2 nicht besser. Die Probleme unter Windows gibt es auch mit anderen, wahrscheinlich sollte da ein Korg microKEY Air besser funktionieren. Nun zum ursprünglichen Bewertungstext:
Das Swissonic MiniKey 25 ist klein, leicht, hat einen Akku und — Obacht: MIDI-Out. Der seitliche Klinkenanschluss lässt sich nämlich auch dazu nutzen, mit einem Adapter ein Hardware-Instrument zu steuern. Weil das MiniKey 25 einen integrierten Akku bietet, braucht man dafür nicht mal eine externe Stromversorgung, die aber mit dem beiliegenden Kabel von USB-C (instrumentenseitig) auf USB-A möglich wäre. Ein Adapter auf große Klinke für Fußtaster liegt bei, ein Adapter auf MIDI wäre jetzt noch schön gewesen, aber zu diesem Preis nicht kritikwürdig.
Die Tastatur klappert ein Wenig und erinnert etwas an ein Nektar SE-25, die Abmaße sind durchaus ähnlich. Eine M-Audio KeyStation Mini ist allerdings flacher, dafür breiter und weniger opulent ausgestattet, aber es lassen sich die Zuweisungen am Gerät ändern. Die Smart Chord und Scale-Funktion kann mit dem Arp gemeinsam genutzt werden, die Kopplung am iPad geht schnell (allerdings nur über eine der jeweiligen Musik-Apps, wie Korg Module Pro), ein Editor für Windows fehlt leider. Ich habe den für das P-25 vorliegen, der aber nicht ganz passt, aber das Key unter Windows zumindest rudimentär programmieren kann.
Übrigens muss man das Keyboard stets mechanisch einschalten, wenn man es über USB betreibt, ansonsten wird nur der Akku geladen. Abgesehen vom Problem mit Windows BLE-MIDI ist es das nahezu perfekte Keyboard, nur ohne Editor kann man den Drehknopf nicht anpassen, der werkseitig nur die Lautstärke eines Instruments regelt. Im Swissonic-Editor sehe ich auch die Möglichkeit, auf Aftertouch umzuschalten, was mir allerdings nicht gelang, wäre aber spannend gewesen. Mechanisch ist der Drehknopf flach und steht trotzdem etwas über dem Gehäuse hinaus, ist also an diesem Punkt die höchste Stelle. Nötig ist das schon, ansonsten könnte man ihn schwer greifen.
Fazit: Ein umfassendes MIDI-Key für analoge, USB- und Bluetooth-Verbindung, letzteres allerdings mit Einschränkungen. Leider auch mit weiteren Schwächen, weshalb ich die Sternezahl nach Unten korrigiert habe. Nun aber ist die Rückgabefrist rum und ich hoffe mal, dass es irgendwann ein sinnvolles Update gibt, das aktuelle hat gar nichts optimiert.