Den Fishman Airlock Wireless GT nutze ich inzwischen regelmäßig am Cello – und bin positiv überrascht.
Ausgepackt, Akkus geladen (gewartet bis beide LEDs (Sender/Empfänger) grün zeigen), angeschlossen, gespielt. Die Verbindung steht nach dem Einschalten quasi sofort, ohne Fummelei, ohne Rätselraten. Gammelige Manuals muss hier niemand lesen. Im direkten A/B-Vergleich mit sehr hochwertigem Kabel – ich mag's sehr airy und nutze einen High-End-Buffer mit 20 MegOhms Eingangsimpedanz, der direkt mit einem sehr kurzen Kabel am Pickup hängt. Der Fishman Airlock Wireless GT ist direkt am Buffer angeschlossen. Soweit konnte ich keinerlei klangliche Unterschiede feststellen: kein spürbarer Latency-Drift, kein Höhenverlust, kein "Plastik-Ton". Das, was reingeht, kommt auch wieder raus. Klinisch nachgemessen habe ich nicht.
Mein Setup hat mit 2m Kabellänge bzw. max. 1m Luftlinie generell eine ausgesprochen kurze Strecke zwischen Instrument (Sender) und Effektkette (Empfänger). Den Fishman Airlock GT habe ich bis dato auf eher kleineren Gigs gespielt. In diesem Kontext: null Interferenzen, null Aussetzer. Akkulaufzeit ist auch für längere Sessions absolut praxistauglich und bei Stille geht's nach einer bestimmten Zeit in den Schlafmodus, der wenn wieder etwas durchkommt, schnell aufwacht.
Dass man später die runtergerockten Akkus selbst tauschen kann, ist ein echter Pluspunkt. Die Verarbeitung ist robust. Das leichte Case ist nice to have.
Kritik habe ich aktuell keine und trage später nach, wenn Ungereimtheiten auftreten. Wenn technisch machbar, dürften für ein "Mark II" Sender und Empfänger in Zukunft gern noch etwas kleiner, so klein wie möglich, werden. Aber Stand jetzt: ein rundum überzeugendes, unkompliziertes Funksystem, das man einfach einsteckt und vergisst – im besten Sinne. Ich bin gespannt, wie sich das System auf großen Bühnen schlägt und hoffe, dass auch dann Interferenzen keinen Ärger machen. Bis jetzt ist alles super und absolute Kaufempfehlung.