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4. Kanäle, Klangregelung und Effekte

Bedienpanel von Roland KC-400

Kanäle

Das Gros der Keyboard-Amps ist drei- bis vierkanalig ausgelegt, das heißt, Sie können eine korrespondierende Zahl an Instrumenten anschließen und unabhängig voneinander in der Lautstärke regeln. Das spart in manchen Situationen das zusätzliche Mischpult. Auch die Option vieler Amps, einen Kanal mit einem dynamischen Mikrofon zu beschicken, erhöht die Flexibilität gerade für Entertainer, die so eventuell auf das Mitschleppen einer Klein-PA verzichten können. Ebenfalls möglich ist in der Regel der Anschluss typischer Zuspieler wie CD- oder MP3-Player. Achte aber darauf, wie und ob sich diese Aux-Quellen in der Lautstärke regeln lassen, die Hersteller gehen in dieser Hinsicht ganz unterschiedlich vor.

Klangregelung

Weniger flexibel ist es häufig um die Klangregelung bestellt. Viele Amps beschränken sich auf einen dreibandigen EQ, der global greift, im Idealfall kann dieser aber den einzelnen Kanälen zugeschaltet werden. Dies ist sinnvoll, wenn beispielsweise nur das Stagepiano frequenzkorrigiert werden soll, das Mikro des Entertainers aber nicht. Manche Modelle bieten auch einen Fünf- oder Siebenband-Grafik-Equalizer, der allerdings wiederum übergeordnet wirkt und sich gegebenenfalls für einzelne Kanäle aktivieren lässt. In Anbetracht dessen, dass die meisten elektronischen Tasteninstrumente selbst mehr oder minder umfangreiche Möglichkeiten zur Klangkorrektur bieten, lässt sich mit dieser kleinen Einschränkung jedoch gut leben.

Effekte

Keyboardverstärker sind normalerweise mit einem integrierten Effektgerät ausgerüstet, das Standards wie Chorus, Flanger, Rotary und Hall bietet, es gibt aber auch Modelle, die über eine wesentlich umfangreichere FX-Abteilung verfügen. Ob Du Onboard-Effekte der Verstärker allerdings überhaupt benötigst, ist fraglich, schließlich ist die überwältigende Mehrheit aller elektronischen Tasteninstrumente bereits mit einem beachtlichen Arsenal an Effekten bestückt. Doppeltes Verhallen/Flangen etc. von Signalen würde in den seltensten Fällen den Sound verbessern. Gute Dienste leisten interne Effekte jedoch, wenn Du ein klassisches altes E-Piano wie zum Beispiel ein Rhodes oder eine Orgel anschließen möchtest, die keine Onboard-FX Sektion haben. Auch wenn der Keyboardamp mal einer akustischen Gitarre zur erforderlichen Lautstärke verhelfen soll, sind die eingebauten Effekte sicherlich willkommen.

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