G
Fast grandioser Lückenschluss
Update nach Tagen intensiverer Nutzung:
Darauf hatte ich gewartet und es geahnt, dass Roland die AIRA-Compact - Serie mit einem Sampler in Gelb abrunden würde, eines Tages.
Und nun ist dieser da und fügt sich schön in das Ensemble aller übrigen AIRA-Compact - Nettigkeiten ein, bringt jedoch auch Mankos mit, klar.
Aber selbst für Besitzer des SP-404 MKII, wie ich es bin, ist dieser kleine gelbe Freund keine redundante Anschaffung, punktet er doch u.a. mit einer noch kompakteren Bauform, integriertem Akku und einer -gemessen am Funktionsumfang, am Preis (!) und dem User-Interface- recht flüssigen Bedienung für die Basisfunktionen und schafft so (noch) Differenzierungsmerkmale für diese Gerätekategorie der Hochportablen.
Sprich: Ausstattung, Speed und Kompaktheit sind gute Argumente für den weiteren Vorstoß Rolands in die Volca-Klasse - allerdings erst nach gründlicher Erschließung der Funktionstiefe(n), mit Zeit, Muße und scharfen Augen bzw. Brille und ausreichend Umgebungslicht. Nur sollte man sich nicht alleine auf den Akku verlassen müssen, der scheinbar schneller leergezogen wird, als bei den anderen Mini-Airas.
User-Interface: Ja, das krude Retro-Display, oder die schlecht ablesbaren Tastenbeschriftungen (da blöderweise nicht hell im Hintergrund, wie die Speicherplatztasten) schmerzt auch bei diesem AIRA - Sprössling, und dies wäre leicht änderbar gewesen - Roland: Warum blieb das aus? R&D-Leute sollten doch selbst merken, dass mit wenig Aufwand deutlich bessere Tastenlesbarkeit realisierbar wäre...-seltsames Gebaren, das von wenig Mut bei Designabweichungen einer laufenden Geräteserie zeugt.
Also blieb man hier stur dem Ur-Design treu.
Das Fehlen von Time-Stretching indes scheint verschmerzbar, wenn man noch andere Plattformen besitzt; jedoch wäre es schön gewesen, dies dabei zu haben, zumal u.a. Stereo-Resampling mit Effekten bis zur Ekstase und coole Sequenzer-Features nach Abrundung in dieser Hinsicht rufen.
Achilles-Verse: Die geizig bemessenen Samplingzeiten - das sollte auch erwähnt sein.
64MB Gesamtspeicher würden die SP-404 Mk II nicht konterkarieren. Wenigstens entschädigt (ein wenig) aber ein kostenloses und intuitives Samplingtool sowie diverse speichersparende Möglichkeiten der Sample-Gestaltung (Lofi in vielen Varianten) im Böxlein selbst, und dies u.a. setzt das Gerätchen letztlich in puncto Funktionsvielfalt deutlich vor den 'schwedischen Tischkalkulator' in seinen aktuell zwei Varianten, ohne allerdings dessen Vorzüge bei der Haptik und beim Workflow zu erreichen - vom Timestretching ganz zu schweigen, das bei TE ganz gut funktioniert.
Jedoch: Wenn Lo-Fi nötig wird, um einigermaßen Speicher zur Verfügung zu haben, stimmt am Gesamtkonzept auch irgendwas nicht...
Workflow: Wer viel will bei aller Kompaktheit, sieht sich hier Kompromissen ausgesetzt - zwangsläufig, und das alles muss man in die 200€ mit einpreisen, die somit für einige als doch recht hoch erscheinen könnten...-ich finde den Preis noch angemessen.
Die Ausstattung mit Effekten ist umfassend, die Qualität derselben sehr ordentlich. Man muss jedoch Mühe aufwenden wollen, um alles Vorhandene sinnvoll (durch Resampling in multipler Form) zu nutzen.
Im direkten Vergleich mit SP-404 Mk II fällt übrigens (beruhigenderweise) auf, dass die Wandler im SP augen-/ohrenscheinlich etwas mehr Wumms und Präzision haben; dadurch verkommt der kleine Gelbe jedoch lange nicht zum Spielzeug, sondern zur validen Vorproduktionsmaschine mit Charakter, auch jenseits vom strapazierten Lo-Fi., solange man -schon wieder- den Preis vor Augen behält.
Wenn ich in die Glaskugel blicke, sehe ich am Horizont das nächste AIRA-Compact - Gerät, dann in lila: Eine Mini-Groovebox, basierend auf der ZENCORE-Technologie, oder ein Jupiter-Derivat..., aber die Serie ist im Grunde komplett, solange nicht veritable Innovationen bei Roland hinzukommen.
Darauf hatte ich gewartet und es geahnt, dass Roland die AIRA-Compact - Serie mit einem Sampler in Gelb abrunden würde, eines Tages.
Und nun ist dieser da und fügt sich schön in das Ensemble aller übrigen AIRA-Compact - Nettigkeiten ein, bringt jedoch auch Mankos mit, klar.
Aber selbst für Besitzer des SP-404 MKII, wie ich es bin, ist dieser kleine gelbe Freund keine redundante Anschaffung, punktet er doch u.a. mit einer noch kompakteren Bauform, integriertem Akku und einer -gemessen am Funktionsumfang, am Preis (!) und dem User-Interface- recht flüssigen Bedienung für die Basisfunktionen und schafft so (noch) Differenzierungsmerkmale für diese Gerätekategorie der Hochportablen.
Sprich: Ausstattung, Speed und Kompaktheit sind gute Argumente für den weiteren Vorstoß Rolands in die Volca-Klasse - allerdings erst nach gründlicher Erschließung der Funktionstiefe(n), mit Zeit, Muße und scharfen Augen bzw. Brille und ausreichend Umgebungslicht. Nur sollte man sich nicht alleine auf den Akku verlassen müssen, der scheinbar schneller leergezogen wird, als bei den anderen Mini-Airas.
User-Interface: Ja, das krude Retro-Display, oder die schlecht ablesbaren Tastenbeschriftungen (da blöderweise nicht hell im Hintergrund, wie die Speicherplatztasten) schmerzt auch bei diesem AIRA - Sprössling, und dies wäre leicht änderbar gewesen - Roland: Warum blieb das aus? R&D-Leute sollten doch selbst merken, dass mit wenig Aufwand deutlich bessere Tastenlesbarkeit realisierbar wäre...-seltsames Gebaren, das von wenig Mut bei Designabweichungen einer laufenden Geräteserie zeugt.
Also blieb man hier stur dem Ur-Design treu.
Das Fehlen von Time-Stretching indes scheint verschmerzbar, wenn man noch andere Plattformen besitzt; jedoch wäre es schön gewesen, dies dabei zu haben, zumal u.a. Stereo-Resampling mit Effekten bis zur Ekstase und coole Sequenzer-Features nach Abrundung in dieser Hinsicht rufen.
Achilles-Verse: Die geizig bemessenen Samplingzeiten - das sollte auch erwähnt sein.
64MB Gesamtspeicher würden die SP-404 Mk II nicht konterkarieren. Wenigstens entschädigt (ein wenig) aber ein kostenloses und intuitives Samplingtool sowie diverse speichersparende Möglichkeiten der Sample-Gestaltung (Lofi in vielen Varianten) im Böxlein selbst, und dies u.a. setzt das Gerätchen letztlich in puncto Funktionsvielfalt deutlich vor den 'schwedischen Tischkalkulator' in seinen aktuell zwei Varianten, ohne allerdings dessen Vorzüge bei der Haptik und beim Workflow zu erreichen - vom Timestretching ganz zu schweigen, das bei TE ganz gut funktioniert.
Jedoch: Wenn Lo-Fi nötig wird, um einigermaßen Speicher zur Verfügung zu haben, stimmt am Gesamtkonzept auch irgendwas nicht...
Workflow: Wer viel will bei aller Kompaktheit, sieht sich hier Kompromissen ausgesetzt - zwangsläufig, und das alles muss man in die 200€ mit einpreisen, die somit für einige als doch recht hoch erscheinen könnten...-ich finde den Preis noch angemessen.
Die Ausstattung mit Effekten ist umfassend, die Qualität derselben sehr ordentlich. Man muss jedoch Mühe aufwenden wollen, um alles Vorhandene sinnvoll (durch Resampling in multipler Form) zu nutzen.
Im direkten Vergleich mit SP-404 Mk II fällt übrigens (beruhigenderweise) auf, dass die Wandler im SP augen-/ohrenscheinlich etwas mehr Wumms und Präzision haben; dadurch verkommt der kleine Gelbe jedoch lange nicht zum Spielzeug, sondern zur validen Vorproduktionsmaschine mit Charakter, auch jenseits vom strapazierten Lo-Fi., solange man -schon wieder- den Preis vor Augen behält.
Wenn ich in die Glaskugel blicke, sehe ich am Horizont das nächste AIRA-Compact - Gerät, dann in lila: Eine Mini-Groovebox, basierend auf der ZENCORE-Technologie, oder ein Jupiter-Derivat..., aber die Serie ist im Grunde komplett, solange nicht veritable Innovationen bei Roland hinzukommen.
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DF
LoFi-Sampler mit Profi-Funktionalität
Der Sound liegt qualitativ irgendwo zwischen HiFi und LoFi, ähnlich wie beim SP-404MKII - deshalb ist die Kiste preiswert. Für Drums und verschiedene EDM-Anwendungen ist es ausreichend. Funktional wird mit Time Stretching, Granular Sampling und Re-Sampling sehr viel geboten.
Anfangs war ich wegen des eingebauten Akkus skeptisch, doch es ist ein Standard-Akku, der sich nach Öffnung des Gehäuses relativ leicht wechseln läßt. Der Datentransfer funktioniert auch ohne Roland Cloud und Sample Tool. Der P-6 läßt sich als USB-Massenspeicher starten, und dann reicht der Dateimanager des jeweiligen Betriebssystems.
Die Bedienung ist für die Basis-Funktionen einfacher als erwartet. Die 7-Segment-Anzeige ist für Text ungeeignet. Ein höher auflösendes OLED-Display wäre besser gewesen. Die Tasten sind billige Taschenrechner-Tasten mit schwammigem Druckpunkt. Da man MIDI-Controller anschließen kann, ist das aber zu entschuldigen. Insgesamt ist der P-6 eine mächtige Groovebox, die viel Spaß macht!
Anfangs war ich wegen des eingebauten Akkus skeptisch, doch es ist ein Standard-Akku, der sich nach Öffnung des Gehäuses relativ leicht wechseln läßt. Der Datentransfer funktioniert auch ohne Roland Cloud und Sample Tool. Der P-6 läßt sich als USB-Massenspeicher starten, und dann reicht der Dateimanager des jeweiligen Betriebssystems.
Die Bedienung ist für die Basis-Funktionen einfacher als erwartet. Die 7-Segment-Anzeige ist für Text ungeeignet. Ein höher auflösendes OLED-Display wäre besser gewesen. Die Tasten sind billige Taschenrechner-Tasten mit schwammigem Druckpunkt. Da man MIDI-Controller anschließen kann, ist das aber zu entschuldigen. Insgesamt ist der P-6 eine mächtige Groovebox, die viel Spaß macht!
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So
Fast alles was ich gesucht habe
Habe für eine Installation einen Sampler gesucht, der 25 Sounds über ein Externes Midi Keyboard abspielen kann. Das war problemlos und in guter Qualität möglich. Leider lässt sich der Pitch nicht über das externe Midi Keyboard ansteuern, was noch schön gewesen wäre. Kann die Konkurrenz aber soweit ich es gesehen habe auch nicht. Besonders schön ist, dass er auch bei Stromausfall und erneuter Stromzufuhr sich wieder spielen lässt. Das Speichern war auch toll, inkl. Angaben ob der Sound als Loop, gate oder wie auch immer gespielt werden soll. Und polyphon geht es auch.
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N
Toller kompakter Sampler
An sich großartiger Sampler. Eine Stems export Funktion und ein leichterer Eeg zum Back up fehlt. Sonst top.
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