Hinweis: Batteriebetrieb ist nicht möglich.
Die Röhrenverstärker von Dave Friedman genießen weltweit höchstes Renommee. Sie decken den Bereich von unverzerrten Klängen über britischen Crunch bis hin zur geschmackvoll optimierten Hot-Rod-Rakete ab. Doch nicht immer ist ein Vollverstärker der BE-Serie gefragt und finanzierbar. Entsprechend steht mit dem Friedman IR-X Dual Tube Preamp nun ein cleverer, zweikanaliger Vorverstärker mit doppelter 12AX7-Bestückung im kompakten Pedalformat zur Verfügung, der sich für unterschiedlichste Anwendungen von der heimischen Aufnahme bis hin zum Bühneneinsatz eignet. Beide Kanäle sind mit einer dreibandigen Klangregelung, Gain- und Ausgangspegelreglern versehen. Hinzu kommt eine individuell regel- und schaltbare Boost-Funktion. Für eine einfache Bedienung sorgen drei Fußschalter, die sich in zwei Ebenen nutzen lassen, sowie ein MIDI-Eingang.
Ein dreistufiger Bright-Schalter im ersten sowie ein Tight-Schalter im zweiten Kanal sorgen für erweiterte Klangvielfalt. Dazu lässt sich über seitlich platzierte Trim-Potis die Boost-Verzerrung pro Kanal steuern. Über einen integrierten, schaltbaren seriellen Einschleifweg sind zudem Effekte in die Vorstufe zu integrieren. Eine echte Besonderheit ist die eingebaute Endstufensimulation, die um eine IR-Boxensimulation komplettiert wird. In jedem Kanal lässt sich direkt zwischen drei Impulsantworten wählen. Insgesamt hat man sogar Zugriff auf zwölf durch Dave Friedman selektierte Impulsantworten, die sich über die zugehörige Editor-Software in den jeweiligen Slots im Gerät ablegen lassen. Der Klang dieser Simulation lässt sich über einen symmetrischen Klinkenausgang mit Ground-Lift-Schalter und einen 3,5mm-Kopfhörerausgang abgreifen. Somit ist der Friedman IR-X Dual Tube Preamp auch bestens für Aufnahmen, Proben und den FOH-Einsatz nutzbar.
Der Friedman IR-X Dual Tube Preamp deckt einen breiten Bereich von weitgehend unverzerrten Klängen über variable und dynamische Crunch-Sounds bis hin zum High-Gain-Bereich ab, der gleichermaßen für Solosounds und Metal geeignet ist. Die grundsätzliche Abstimmung ist dabei „britisch“ mit dem speziellen Fingerabdruck des Herstellers. Obwohl der Hersteller keinen direkten Bezug nennt, darf man davon ausgehen, dass Dave Friedman auf seine beliebten Kanäle BE und HBE für das Voicing zurückgegriffen hat. Typisch ist dabei das stimmige Spielgefühl und die ausgewogene Abstimmung der Kanäle. Es klingt einfach gut. Dazu sind die Regler und die Boost-Funktion praxisgerecht skaliert, sodass der Vorverstärker für unterschiedlichste Genres nutzbar ist. Dank der integrierten Endstufen- und Lautsprechersimulationen ergibt sich ferner bei Aufnahmen oder für die Beschallung eine bemerkenswerte Klangvielfalt, die mithilfe der Editor-Software nochmals erweitert wird.
Dave Friedman aus Los Angeles darf man getrost zu den Koryphäen im Bereich der Röhrenverstärker zählen. Seit über 25 Jahren modifiziert er Verstärker, entwickelt und baut eigene Produkte und gilt als Experte im Bereich bühnen- und studiotauglicher Racklösungen. Die Liste von Künstlern, die seine Produkte nutzen, ist beachtlich und reicht von Steve Stevens, Jerry Cantrell, Jake E. Lee über Phil X hin zu Bill Kelliher. Auch die geliebten Marshalls von Eddie Van Halen und Steve Vai hatte Dave Friedman schon auf der Werkbank. Seine wichtigste Entwicklung dürfte der Verstärker BE-100 sein, der inzwischen in unterschiedlichsten Varianten verfügbar ist. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Familie des verstorbenen Mod-Pioniers Jose Arredondo für den Bau eines zugehörigen Vollverstärkers ist bemerkenswert. Die Produktpalette von Friedman umfasst heute etliche Verstärker, die überwiegend von Hand in den USA gebaut werden, Boxen, Gitarren, Pedale und selbst Pedalboards und Tonabnehmer.
Der Friedman IR-X Dual Tube Preamp lässt sich vielfältig einsetzen. Im Heimstudio ermöglicht er das bequeme Erstellen gut klingender Gitarrenaufnahmen. Auch kann er auf Reisen für guten Sound im Hotelzimmer sorgen. Schließlich passt der Vorverstärker in jede Tasche und lässt sich bequem zum nächsten Gig transportieren. Dort kann man sich ganz einfach in den Return eines vorhandenen Verstärkers einstecken und direkt mit zwei Kanälen authentischem Röhrensound nebst Boost-Funktion loslegen – nicht einmal eine Mikrofonierung ist dafür notwendig. Für den Fall der Fälle ist der IR-X aber auch ein perfektes Sicherheitsnetz bei einer Verstärkerhavarie. Und zu guter Letzt kann der Vorverstärker dank MIDI-Eingang sogar ferngesteuert im Verlauf der Show umgeschaltet werden.
Editor Software
Die kompakten Vorverstärker von Friedman können über eine USB-Schnittstelle auf eine von Synergy entwickelte kostenlose Editor-Software für Windows- und macOS-Rechner zugreifen. Dabei lassen sich die Parameter der Vorstufe weiter abstimmen und in bis zu 128 Speicherplätzen ablegen, die sich über MIDI abrufen lassen. Neben der Konfiguration der Schaltfunktionen am Vorverstärker stehen ergänzende Parameter bereit: Hierzu zählen Presence- und Thump-Schalter für den Klang der Endstufensimulation, der Zugriff auf die mitgelieferten Impulsantworten sowie eine Möglichkeit zum Import entsprechender eigener Dateien. Auch der Loop und die Boost-Funktion lassen sich mit erweiterten Parametern konfigurieren.